RSV verliert wieder mit einem Tor

Bernd Großmann
Michel Sorg
Michel Sorg
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Eiserfeld/Ferndorf.  Die Handball-Reserve des TuS Ferndorf sorgte in der Verbandsliga weiter für Furore und schob sich durch einen klaren Sieg über Tabellennachbar HSV Recklinghausen auf den fünften Rang vor. Nachbar RSV Eiserfeld hingegen kassierte wie in der Vorwoche ein denkbar knappe Niederlage und muss bei jetzt nur noch vier Zählern Vorsprung gegenüber dem drittletzten Werdohl/Versetal den Blick nach unten richten, denn nach derzeitiger Konstellation (zwei westfälische Absteiger aus der 3. Liga bedeuten drei Absteiger aus der Oberliga) droht dem Verbandsliga-Zwölften eine Relegation, falls nicht doch der ASV Hamm II seine Mannschaft freiwillig zurückzieht.

SV Westerholt - RSV Eiserfeld 31:30 (16:18). Das Hinspiel hatte der RSV durch einen zweifach abgefälschten Wurf mit 29:30 verloren. Und auch diesmal führte der letzte Westerholter Angriff fast mit der Schlusssirene zum Sieg und ließ fassungslose Eiserfelder entsetzt aufs Parkett sinken. Wenige Sekunden zuvor hatte der starke Kreisläufer-Ersatz Mark Phillip mit seinem achten Treffer das 30:30 markiert, schien der vom Spielverlauf her mehr als verdiente Auswärtspunkt trotz einer nicht so sattelfest wie gewohnten Abwehr (hier wirkte sich das Fehlen von Grujicic besonders aus) in trockenen Tüchern.

Doch der SVW reagierte blitzartig, wurde bei der Ausführung der Schnellen Mitte nicht gestört und bediente seinen überragenden Linksaußen Schmedt, der am zu zögerlichen Steffen Hauschild vorbeipreschte und den Ball mit seinem elften Treffer (bei nur zwei Fehlwürfen) tatsächlich noch im RSV-Kasten unterbrachte.

Nichts konnte sich der RSV für die zuvor gebotene Leistung, einen das 15:17 bescherenden 6:1-Lauf und durchgängige Führungen bis hin zum 24:27 (50.) kaufen. „Wir haben mehrfach die Chance gehabt, uns entscheidend abzusetzen, doch die Konzentration war nicht ausreichend“, ärgerte sich der Sportliche Leiter Peter Krause über technische Fehler und einen vergebenen Strafwurf, wodurch Westerholt auf Tuchfühlung blieb und dank seines leidenschaftlich mitgehenden Publikums nach 53 Minuten den 27:27-Gleichstand schaffte. Von da ab entwickelte sich eine Nervenschlacht, in der die Hertener nun schon zum zweiten Mal das bessere Ende für sich hatten

SVW-Tore: Schmedt (11), Klasmann (7). Hentschel (4), Leibner (3), Jacob (2), Georgiev (2), Weißelstein (1). - RSV: Gudmundsson, Dickel; Phillip (8), Hauschild (6), Nies (4), J. Krause (3), F. Krause (3), Hochreuther (4/1), Daub (2), Meyer.

Zwei Plätze gut gemacht

TuS Ferndorf II – HSC Eintracht Recklinghausen 27:18 (14:7). Gleich zwei Plätze machte die TuS-Zweite mit diesem eindrucksvollen Sieg gut, überholte nach jetzt 11:1-Punkten in Serie nicht nur den chancenlosen Gast, sondern auch den TuS Hattingen. „Es hat in der Abwehr fast alles gepasst“, strahlte Trainer Michael Lerscht, der mit drei A-Jugendlichen und dem torhungrigen Patrick Bettig aus dem Kader der „Ersten“ eine glänzend harmonierende Mischung aufs Feld schicken konnte. Obwohl die Veststädter in Bestbesetzung antraten, waren sie nur bis zum 5:4 ebenbürtig.

Oft ließen sie sich in der beweglichen TuS-Abwehr fest oder scheiterten an Keeper David Wellen, der seinen hoch motivierten Vorderleuten zusätzlich Sicherheit verlieh. Über 9:5 eilten die Kreuztaler auf 13:6 davon und setzten sich bis zur 48. Minute, als Wellen für Niklas Coordt Platz machte, auf 22:13 ab. Lerscht freute sich besonders darüber, dass sich alle Feldspieler am Torsegen beteiligten: „Das war heute ein rundum solide Mannschaftsleistung, die unseren Aufwärtstrend bestätigt.“

TuS II: Wellen (48. Coordt); Bettig (9/1), Sorg (5/3), Benger (3), Reuter (2), Walter (2), John 2, Reh (1), Dröge (1), Ronge (1), Pfeil (1).