RSV Eiserfeld sorgt für große Überraschung

Bernd Großmann

Eiserfeld/Ferndorf.  Handball-Verbandsligist RSV Eiserfeld wartete in Oberaden mit einem Paukenschlag auf, landete beim heimstarken Aufsteiger, der ja zu den Titelanwärtern gezählt wird, völlig überraschend seinen zweiten Saisonsieg.

SuS Oberaden - RSV Eiserfeld 20:23 (11:9). Im Vorfeld hatte es noch düster ausgesehen, da sich das Verletztenlager durch Frieder Krause zu vergrößern schien. Falk Uhlig, Mannschaftsarzt des TuS Ferndorf, konnte jedoch den steifen Nacken des Rückraum-Spielers, mit einem Anästhetikum lösen und ihn spielfähig machen. Nicht minder wichtig war die ungewohnte Unterstützung durch die mitgereisten Fußballer des FC Eiserfeld, die auf der Tribüne einen Höllenlärm veranstalteten und die Partie zu einem RSV-Heimspiel umfunktionierten. Trainer Gojko Krcmar hatte seine Mannschaft glänzend auf die Oberadener Offensive eingestellt. Trotzdem langen die Weinberger-Schützlinge in Durchgang eins stets knapp vorne, setzten sich nach 40 Minuten auf 14:11 ab. Es schien also ein für Eiserfelder Verhältnisse typisches Match mit knapper Niederlage zu werden. Doch dann zeigte sich, wie wertvoll der letztwöchige erste Saisonerfolg über Telgte für die Moral war. Jetzt zahlte sich aus, dass sich Keeper Hilmar Gudmundsson in Höchstform präsentierte, es insgesamt auf 16 Paraden plus gleich vier abgewehrte Siebenmeter abwehrte brachte. Seine Vorderleute, insbesondere Sebastian Nies und die Krause-Brüder, tankten sich jetzt immer häufiger durch die stabile Oberadener Deckung und erzwangen zum 16:17 (49.) die erste eigene Führung. Da auch der nur bei Siebenmetern eingewechselte Klaus Dickel zweimal abwehren konnte, wuchs die Nervosität beim Favoriten, der nach dem 19:19 (55.) und erneutem 7m-Fehlwurf das Nervenflattern bekam und mit 19:21 in Rückstand geriet. Frieder Krause krönte seine starke Vorstellung in Durchgang zwei, in der er sechs Treffer markierte, mit dem Schlusspunkt zum 20:23. „Die Stimmung im Bus auf der Rückfahrt war bombastisch“, schilderte der Sportliche Leiter Peter Krause, der nach diesem Erfolg mehr denn je davon überzeugt ist, dass der RSV nicht in der unteren Tabellenhälfte verbleibt.

RSV: Gudmundsson, Dickel; F. Krause (7), Nies (7/5), J. Krause (4), Hauschild (2), Grujicic (2), Fedec (1), Hochreuter, Daub, Meyer.

Überzeugende Leistung

TuS Ferndorf II - TuS Hattingen 36:28 (15:13). Eine überzeugende Leistung zeigten die Ferndorfer Reservisten, die Hattingen keine Chance ließen. Die Zuschauer in der Stählerwiese sahen ein flottes Spiel. Das sah auch Ferndorfs Trainer Michael Lerscht so, der seiner Truppe eine „tolle Leistung“ attestierte.

Nur in der Anfangsphase führten die Gäste von der Ruhr (3:5). Dann schossen die Gastgeber fünf Tore in Folge und gaben den Vorsprung bis zum Schluss nicht mehr aus der Hand. In der Schlussphase wuchs der Vorsprung noch, weil die Hattinger großes Risiko spielten.
TuS II: Wellen, Coordt; Walter (6), Dröge (1), Reh, Pfeil (1), John (2), Heinrich (1), Sorg (5/2), Markowski (1), Fabian Schneider (3), Ronge(4), Julian Schneider (11), Reuter (1).