Nina Braun und Gassimou Kake bei den „Deutschen“ im Finale

Neubrandenburg..  Mit ihren stärksten Nachwuchstalenten waren die beiden heimischen Vereine aus Kreuztal und Wilnsdorf zu den 47. Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften der U20 nach Neubrandenburg gereist. Auch wenn es im Jahnsportforum keine Medaillen gab, so sprangen doch zumindest zwei Finals heraus: Für Nina Braun vom CLV Siegerland über 60 m und Gassimou Kake (LG Kindelsberg Kreuztal) über 200 m.

Die Wilnsdorfer Sprinterin Nina Braun setzte sich zunächst im Vorlauf mit 7,70 sec. durch. Doch im Zwischenlauf wurde es dann eng, verdammt eng. Nur 1/1000el (!)) Sekunde entschied übers Weiterkommen oder nicht. Nina Braun kam weiter. Mit 7,70 sec., später genau ausgewertet mit 7,691 sec., war sie um diesen Wimpernschlag, wenn man das überhaupt so nennen kann, im Finale. Sandra Wagner traf es dagegen hart. Mit 7,692 sec. war die Sprinterin von ABC Ludwigshafen raus. „Unglaublich“, so CLV-Trainer Armin Kring, der das Geschehen von zu Hause aus per Livestream verfolgte. Berechtigt, denn zuvor hatte es seinen zweiten Sprintschützling, der in Neubrandenburg von seinem Sohn Daniel als Trainer betreut wurden, ähnlich hart getroffen. Laura Sophie Großhaus kam - eben mit dieser 1000el Sekunde - nicht in den Zwischenlauf. Die Eiserfelderin war im Vorlauf, genau wie drei weitere Athletinnen, 7,95 sec. gesprintet. Doch die CLV-Athletin war dann mit 7,948 sec. ebenso draußen wie Katharina Rocke (7,949 sec./SV Werder Bremen) und Theresa Leitz (9,946 sec.), während die Glückliche mit 7,945 sec. (Josephine Bamezon) im Zwischenlauf stand. Den verpasste ebenfalls knapp Eva-Maria Nies (LGK/Jahrgang 1999), die 7,96 sec. lief.

Tags später hatte die Eiserfelderin auch über 200 m nur einen Start, da ihre Zeit von 25,30 sec. (Rang elf) nicht reichte, um ins Finale zu kommen. Doch es blieb ihr ein kleiner Trost - sie war die Drittschnellste der startberechtigten U18-Mädchen.

Heimisches Staffel-Duell

Von den „Kindelsberger“ A-Jugendlichen hatte sich Gassimou Kake (Jahrgang 1997) über 60 m und 200 m für die DM qualifiziert. Im Sprint verpasste er den Endlauf mit 7,03 sec. im Zwischenlauf (Vorlauf 7,07 sec.), war dafür aber über 200 m im Finale dabei, wo er mit 22,60 sec. Siebter wurde. Mit starken 22,13 sec. hatte er sich im Vorlauf gezeigt.

Zusätzlich startete er mit der 4x200 m-Staffel, die mit ihm als Startläufer sowie Nils Fuhrmann, Felix Hees und dem 16-jährigen Colin Klein in 1:33,88 min. 21 wurde.

Ein spannendes Siegerländer Staffel-Duell lieferten sich bei den Zeitvorläufen die Mädels über 4x200 m, das das CLV-Quartett mit Nina Braun, Franziska Reiterer, Antonia Willig und Malin Sophie Arhelger mit 1:46,46 min. (Rang 26) zu 1:47,47 min. (Platz 28) der LGK mit Nina Scheld, Pia Otto, Anna Kosina und Nicole Fischer entschied. Dabei hatte der CLV auf Laura Sophie Großhaus verzichten müssen, da sie wenige Stunden später den 200-m-Lauf auf dem Zeitplan stehen hatte.

Während sich die Jungs und Mädels bei ihren Läufen im wärmeren Jahnforum aufhalten durften, startete der 18-jährige Müsener Yannik Otto (U20) draußen, gleich nebenan im Jahnstadion, im Speerwurf bei den zeitgleich ausgetragenen 22. nationalen Winterwurf-Meisterschaften, wo er im Vorkampf mit einer Weite von 55,77 m und Rang zehn nur um 27 Zentimeter mit dem 800 Gramm schweren Wurfgerät den Endkampf verpasste.

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