Nach der Osterpause wird es ernst

Jannik Daub vom RSVE Siegen in Aktion
Jannik Daub vom RSVE Siegen in Aktion
Foto: WP

Siegerland..  Die letzte und zugleich längste Sequenz (fünf Spiele in fünf Wochen) einer turbulenten Handball-Verbandsliga-Saison wird am kommenden Wochenende eingeläutet. Und mittendrin im packenden Titelkampf stecken sowohl der TuS Ferndorf II, der die Tabelle erstmals mit einem kleinen Polster von zwei Minuspunkten auf den OSC Dortmund anführt, und der RSVE Siegen, der aktuell sogar Rang zwei einnimmt, da die Dortmunder ja noch das Nachholspiel beim HSC Haltern (am 22. April) zu bestreiten haben.

Hängepartien

Es gibt noch eine weitere „Hängepartie“, denn Borussia Höchsten hatte mit seinem Protest gegen die Wertung des 32:34 gegen Vest Recklinghausen (es gab für einen nicht im Spielbericht eingetragenen Spieler zu Unrecht eine Zeitstrafe) Erfolg. Bei allerdings erst fünf Pulspunkten sind die Aussichten der Borussen, sich noch auf den zumindest eine Relegation bescherenden drittletzten Platz vorzuarbeiten, rein theoretischer Natur.

Schon deshalb, weil sie ja am Samstag (19.30 Uhr) zu Gast beim Spitzenreiter sind. Das Torkonto von nur minus 60 lässt allerdings erahnen, wie oft die Dortmunder dicht vor zusätzlichen Erfolgserlebnissen standen. Und deshalb ist Michael Lerscht, Trainer des TuS Ferndorf II, auch gar nicht wohl beim dem Gedanken, dass alle Welt nur über die Höhe des zu erwartenden Sieges spricht.

„Wir haben im Hinspiel bis zur 58. Minuten bangen müssen und uns erst am Ende zum 31:28 etwas abgesetzt“, erinnert er sich noch genau an die Probleme beim ersten Duell und schließt keineswegs aus, dass es auch diesmal eng werden kann, obwohl die personellen Voraussetzungen (Patrick Bettig und Philipp Keusgen könnten aushelfen, zudem brennen die A-Jugendlichen auf Einsatzzeiten) dagegen sprechen. Weiterhin ausfallen werden Tim Sartisson und Kai Markowski. Zudem fällt Kreisläufer Fabio Schöttler aus, der sich eine Daumenverletzung zugezogen hat.

Hohe Hürden

Die beiden anderen Titelanwärter haben auf dem Papier weitaus höhere Hürden zu bewältigen. So reist der OSC Dortmund zur in diesem Jahr daheim noch verlustpunktfreien HSG Vest Recklinghausen, muss der RSVE Siegen am Samstag (19 Uhr) beim Tabellenvierten SV Westerholt antreten.

„Wir wissen, dass uns eine ganze schwere Aufgabe erwartet, aber wir machen uns keinen Druck. Wir haben Platz drei als Saisonziel ausgegeben und schauen erst dann auf die Konkurrenz, wenn sich wirklich noch eine Chance ergibt“, erklärt Spielertrainer Mirza Sijaric das Thema Aufstieg nach außen hin für erledigt, obwohl seine Truppe ja vor Ostern beim 32:22 über Vest Recklinghausen Tauglichkeit unter Beweis stellte.

Aber auswärts ist dies eben zu selten gelungen. Der RSVE kann in bestmöglicher Besetzung antreten, fragkich ist lediglich der Einsatz des erkrankten Keepers Hilmar Gudmundsson.

„Individuell ist Westerholt extrem gut besetzt und kann an einem guten Tag jeden Gegner schlagen“, vermutet Sijaric, dass die Tagesform den Ausschlag geben wird. Für die kostenintensive Truppe seines Spielertrainer-Kollegen Philipp Jacob geht es zwar nur noch ums Prestige, aber Trattner, Kersebaum und Co. werden sicher bemüht sein, den in der Rückserie erkennbaren Aufwärtstrend fortzusetzen.

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