KTV Obere Lahn ist diesmal Außenseiter

Andrey Likhovitskiy an den Ringen
Andrey Likhovitskiy an den Ringen
Foto: WP
Morgen geht es los für die Turner der KTV Obere Lahn. Bei der TG Saar starten die Athleten aus Niederlaasphe, Biedenkopf, Wallau und Weifenbach in die neue Bundesliga-Saison.

Biedenkopf..  Morgen geht es los für die Turner der KTV Obere Lahn. Bei der TG Saar starten die Athleten aus Niederlaasphe, Biedenkopf, Wallau und Weifenbach in die neue Bundesliga-Saison. „Die Mannschaft ist hoch motiviert und gut vorbereitet. Wenn wir vor Verletzungen verschont bleiben, sollte es eine gute Saison werden“, freut sich KTV-Trainer Albert Wiemers, der vor dem Start aber kleinere Brötchen backt als vor einem Jahr. „Es ist klar, dass wir uns nach dem Weggang von Fabian Hambüchen keine Gedanken darüber machen müssen, ein kleines oder sogar großes Finale zu turnen“, lautet die Prognose des Trainers.

Zum Auftakt kommt es zur Neuauflage des Wettkampfes um die Bronzemedaille beim DTL-Finale des vergangenen Jahres, wenn die TG Saar am Samstag als Gastgeber in der Dillinger Kreissporthalle auf die KTV Obere Lahn trifft. Im Endturnier der Deutschen Turnliga (DTL) hatten sich der Bronzemedaillengewinner aus Biedenkopf und der dreifache Deutsche Meister aus dem Saarland beim 39:30 einen wahren Turnkrimi geliefert.

Dass eine Wiederholung dieses Erfolges im Jahr eins nach Hambüchen schwerfallen dürfte, weiß auch der KTV-Coach: „Wir müssen versuchen, den Schaden zu begrenzen. Die TG Saar ist klarer Favorit.“ Mit dem dem frischgebackenen Mehrkampfeuropameister Oleg Verniaiev an der Spitze und den bewährten Leistungsträgern Eugen Spiridonov, Waldemar Eichorn und Ivan Bykov möchte die TG Saar nämlich die beiden letzten Niederlagen gegen die Hessen vergessen machen.

Nationale Verbände stellen sich quer

Für die KTV Obere Lahn stehen in der Meldeliste angeführt von Topscorer Andrey Likhovitskiy (Weißrussland) wie im vergangenen Jahr Waldemar Schiller, Sebastian Quensell, Jakob Paulicks, Fabian Lotz, Jasper Vennemann, Thore Gauch und Felix Wiemers.

Aufgelistet sind da auch Andrea Cingolani (Italien), Fabian Gonzalez (Spanien) und Scott Morgan (Kanada). Allerdings kann bei einem Bundesliga-Wettkampf an jedem Gerät nur ein ausländischer Turner eingesetzt werden. Außerdem bereiten bei allen Dreien in Sachen KTV-Startberechtigung die nationalen Verbände wegen der für die Olympischen Spiele 2016 wichtigen Weltmeisterschaften in Glasgow große Probleme. Nachwuchsturner aus der Region sind Maik Wehn und Moritz Müller.

Auch ein Eigengewächs rückt nach

KTV-„Eigengewächs“ Wehn trainiert und wohnt in Biedenkopf, Müller kommt aus Bad Nauheim und trainiert in Wetzlar. Auch er startet seit Jahren für die Nachwuchsmannschaft der KTV. Zur Zeit nicht im Kader ist Felix Weber, dreifacher Deutscher Meister im Jahn-Sechskampf der Jugend. Er befindet sich in Australien zu einem Auslandsaufenthalt.

Ergänzt wird das Team in dieser Saison durch die Neuzugänge Nick Klessing und Lasse Gauch. In die Bundesliga-Wettkämpfe kehrt Andrey Likhovitskiy nach einem Gerätesieg beim American Cup mit mächtig Rückenwind zurück. Bei der dritten und letzten Weltcup-Station holte er sich vor wenigen Wochen im texanischen Arlington am Pauschenpferd den ersten Rang und belegte im Sechskampf den siebten Platz. Albert Wiemers: „Wir sind gespannt, wie sich die Kaderveränderung gegenüber dem Vorjahr auswirkt. Wir freuen uns auf den Start und hoffen, am Saisonende einen Platz im Mittelfeld zu erreichen.“

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