Kreis und Stadt Netphen investieren ins Leistungszentrum

Die Turn-Talentschule ist ein wichtiger Bestandteil des Kunstturn-Leistungszentrum in Dreis-Tiefenbach. Der Kreis und die Stadt Netphen versprechen weitere Investitionen in die Modernisierung.
Die Turn-Talentschule ist ein wichtiger Bestandteil des Kunstturn-Leistungszentrum in Dreis-Tiefenbach. Der Kreis und die Stadt Netphen versprechen weitere Investitionen in die Modernisierung.
Foto: Lutz Großmann
  • 133 000 Euro für neue Sanitär- und Sozialräume sowie Technik
  • Seit 2012 wurden mehr als 510 000 Euro investiert
  • Siegerländer KV als Werbeträger für die Region

Dreis-Tiefenbach.  Einen Rundgang durch die Halle lassen sich Andreas Müller, Landrat des Kreises Siegen-Wittgestein, und Paul Wagener, Bürgermeister der Stadt Netphen, dann doch nicht nehmen. Sie staunen über die Leistungen des jüngsten Turn-Nachwuchses der Siegerländer Kunstturn-Vereinigung (SKV), über ihre Beweglichkeit, ihr Talent, aber auch ihren ansteckenden Trainingseifer. Auf der Bodenmatte wärmen sich derweil zwei Idole der Kids auf: Daniel Uhlig, ein echtes, noch immer junges SKV-Urgestein, und US-Boy Kanji Oyama bereiten sich auf ihre Trainingseinheit bei Chefcoach Dan Burinca vor. Beide gehören zur SKV-Bundesliga-Mannschaft, die am Samstag in Ludwigsburg gegen Stuttgart das „kleine Finale“ der Deutschen Turn-Liga bestreitet.

Hier die kleinen Talente, da die großen Turner – die Szenerie an diesem Montagnachmittag im Kunstturn-Leistungszentrum (KTZ) in Dreis-Tiefenbach spiegelt den Sinn und Zweck der Sport-Einrichtung wider. Ohne Breitensport kein Spitzensport – diese These trifft auch auf das Kunstturnen zu und wird in Dreis-Tiefenbach durch die SKV „gelebt“.

Umso wichtiger und für seinen Fortbestand existenziell ist es, dass das KTZ auf einem hohen technischen Standard gehalten bzw. gebracht wird. Dafür zuständig sind die Stadt Netphen und der Kreis Siegen-Wittgenstein. Sie sind Träger des KTZ. „Seit 2012 sind 510 978 Euro ins Zentrum geflossen“, rechnete Andreas Müller vor. 30 Prozent von diesem Batzen steuerte die Stadt Netphen bei. „Für eine Kommune in Haushaltssicherung ist das ein Kraftakt“, sagte Bürgermeister Paul Wagener, der das Geld aber sinnvoll angelegt sieht: „Das ist was, was in die Zukunft führt.“

Zwischen 2014 und 2016 wurden die Sanitär- und Umkleide-Einrichtungen sowie die Warmwasserversorgung modernisiert. Bis vor kurzem floss nur kaltes Wasser, ein unzumutbarer Zustand. „Deshalb ist dem Kreis diese Investition auch wert“, sagte Andreas Müller bei der offiziellen Vorstellung der neuen Räume und Technik. Er hatte für die SKV nur lobende Worte auf Lager: „Die positive Entwicklung ist enorm. Sie wird nach außen getragen, deshalb sind die SKV und das Kunstturnen auch ein wichtiger Werbeträger für die Region.“ Als Bonbon und zusätzlichen Motivationsschub versprach Müller, dass auch 2017 und 2018 insgesamt 140 000 Euro zur Verfügung gestellt würden. Dieses Geld ist bereits verplant für die Sanierung von Dach, Fenstern, Fassade und die Verschönerung des Eingangsbereichs, denn, so Müller: „Wir wollen das Niveau der Infrastruktur der des Leistungssports angleichen!“

Grundlagentraining

Reimund Spies, Präsident der SKV, wird solche warmen Worte gerne gehört haben. Er stellte die Bedeutung des Leistungszentrums, das sich auch das „Prädikat DTB Turn-Talentschule“ immer wieder neu erarbeiten muss, in den Vordergrund: „Hier wird Grundlagentraining gemacht. Die Liga-Mannschaft stützt das Zentrum, und wir hoffen, dass das Zentrum auch die Liga-Mannschaft stützt.“

 
 

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