Fritz Zimmermann gestorben

Niederschelden..  Fritz Zimmermann (SuS Niederschelden/Bild) ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Mit ihm ging auch der dritte und letzte Amateur-Nationalspieler aus dem Siegerland - nach Herbert Schäfer und Gerhard Neuser - von Bord. Gestern, beim Spiel „seines SuS“ auf dem Rosengarten gegen Kierspe, wurde ihm zu Ehren eine Gedenkminute eingelegt.

Seit seinem 10. Lebensjahr war er Mitglied des SuS - 75 Jahre lang. Seine Treue wurde mit einigen Auszeichnungen gewürdigt, und er wurde auch zum Ehrenmitglied des 1908 gegründeten SuS ernannt. Fritz Zimmermann war eine Fußball-Legende, ein Vorbild für die Jugend - bis heute. Seine Weggefährten wissen zu berichten, dass er jeden Tag zum Rosengarten kam, sich das Training ansah und auch die Spiele der Jugend verfolgte.

Fritz Zimmermann, der in Gosenbach wohnte, schaffte als sprunggewaltiger und kopfballstarker Stürmer den Sprung in die Westfalen-Auswahl, in der er von 1948 bis 1957 20 Spiele bestritt und erhielt auch zwei Berufungen in die Amateur-Nationalmannschaft - zu zwei Länderspielen gegen England. Auch da machte er sich einen Namen, schoss 1955 bei seinem Debüt in London das Tor (77.) zum 3:2-Sieg der DFB-Elf.

Mit der Westfalenauswahl feierte „Fritzchen“ Zimmermann seine größten Erfolge. 1954/55, in der Spielzeit nach dem „Wunder von Bern“, erreichten die Westfalen im Amateur-Länderpokal das Finale im Augsburger Rosenau-Stadion und zwei Jahre später in Hannover.

Still und zurückgezogen gelebt

Unvergessen sind aber auch seine Spiele am Rosengarten, so beispielsweise am 18. Januar 1953 vor 9000 Zuschauern gegen die benachbarten Sportfreunde Siegen. Zu den „Freunden“ wechselte Fritz Zimmermann später noch drei Spielzeiten, ehe er die Fußballschuhe an den berühmten Nagel hing.

Still und zurückgezogen ist er am 12. März im Pflegeheim in Niederfischbach eingeschlafen.

 
 

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