Flüchtlinge beim VfB gut aufgenommen

Trainer Michael Schutte setzt große Hoffnungen auf die beiden 19-jährigen Flüchtlinge Mohammad (l.) und Musa (re.).
Trainer Michael Schutte setzt große Hoffnungen auf die beiden 19-jährigen Flüchtlinge Mohammad (l.) und Musa (re.).
Foto: Bach

Weidenau.  Fußball-C-Kreisligist VfB Weidenau setzt auf Neuzugänge der besonderen Art. „Internationale Verstärkungen“, sagt denn auch Trainer Michael Schutte und meint damit die jungen Asylbewerber, die teils schon seit dem Frühjahr im Kreisjugendheim am Rande des Tiergartens wohnen und damit gleichsam unmittelbare Hausgäste im vereinseigenen VfB-Sportheim sind.

Denn die Stadt Siegen hat als zuständige Ordnungsbehörde die Übernachtungsräume in der Sportherberge mit 20 Plätzen vom VfB Weidenau angemietet. Bekanntlich wurde das nicht mehr ganz so schmucke, im Jahre 1960 aber als Vorzeigeobjekt eingeweihte VfB-Sportheim mit „aufgesatteltem“ Kreisjugendheim (Pachtvertrag über 99 Jahre mit dem Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen, dem Kreis Siegen-Wittgenstein sowie der Stadt Siegen) bereits im Frühjahr als städtische Flüchtlingsunterkunft für Asylbewerber auserkoren.

Integriert

Ein so genannter Hausbeirat, der allerdings nur sehr selten tagt und mit Vertretern aus dem politischen Raum besetzt ist, soll die Geschicke des Kreisjugendheims beratend begleiten. Vom VfB Weidenau verwaltet der 2. Vorsitzende Hans-Peter Hömske die „heizölfressenden“ Immobilie. Gleichzeitig kümmert er sich seit dem Frühjahr rührend um die jungen Flüchtlinge aus unterschiedlichen Krisenregionen.

Einige von ihnen wohnen schon seit dem Frühjahr hier. So die beiden 19-jährigen Mohammad aus Afghanistan und Musa aus Eritrea wie auch Teu (24) aus Guinea. Alle drei nehmen bereits mit ziemlicher Regelmäßigkeit an den von Michael Schutte geleiteten Trainingsstunden teil.

Von ihren Mitspielern sind die jungen Fußballer aus Afghanistan, Syrien und den Ländern Afrikas sehr herzlich aufgenommen worden. „Sie alle haben sich eingelebt und sind gut integriert“, so Hans-Peter Hömske. Besonders freuten sich die jungen Ausländer, als ihnen VfB-Vorsitzender Martin Gruner schmucke blau-weiße VfB-Trikots zum Geschenk machte.

Willkommene Nachbarn

„Sie sind uns allen gute und willkommene Nachbarn“, begründete denn auch Vereinchef Gruner die Hilfsbereitschaft aus dem Weidenauer Fußballlager. Nur eins ärgert insbesonders Trainer Michael Schutte mächtig: „Da sind wirklich einige gute Fußballer bei, die wir dringend als Verstärkung in unserer ersten Mannschaft gebrauchen könnten. Doch wegen der noch nicht abgeschossenen Asyl-Verfahren können die Jungen bei uns nur mittrainieren, erhalten aber keine Spielberechtigung.“

 
 

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