Erlangen zu stark für Ferndorf

Dieser Wurf von Florian Baumgärtner blieb in den Armen der Erlanger Abwehr hängen,
Dieser Wurf von Florian Baumgärtner blieb in den Armen der Erlanger Abwehr hängen,
Foto: Reinhold Becher
Im „Spiel eins“ nach der Verletzung von Alexander Koke hat der TuS Ferndorf seine erste Heimniederlage in der laufenden Saison hinnehmen müssen. Beim 23:30 gegen das Topteam vom HC Erlangen enttäuschten die Kreuztaler aber keineswegs.

Ferndorf..  Der TuS Ferndorf hat erstmals in der Zweitliga-Saison ein Heimspiel verloren, gegen den HC Erlangen stand am Ende ein leistungsgerechtes 23:30 (10:15) zu Buche. Gegen den Aufstiegsaspiranten musste Ferndorf erstmals auf Alex Koke verzichten, der sich beim Spiel in Hamm den Oberkiefer gebrochen hatte und nach Julian Schneider, Patrick Bettig und Niklas Reuter bereits der vierte Ferndorfer Langzeitverletzte ist.

Trainer Michael Lerscht hatte seinen Kader mit Spielern aus der zweiten Mannschaft aufgefüllt, Michel Sorg, Kai Ronge, Tim Sartisson und erneut Youngster Tim Kolb auf und hinter die Bank beordert, um Alternativen im Rückraum zu haben. Auf der Mittelposition übernahm zu Beginn Lucas Schneider das Kommando, auf den Halbpositionen Uros Paladin und Florian Baumgärtner. Dazu stellte Lerscht Daniel Mestrum und Miroslav Volentics auf den Außenpositionen, Andreas Heyme am Kreis und Lucas Puhl im Tor auf.

U21-Rückraum auf dem Feld

Bei Erlangen lief jede Menge Bundesliga-Erfahrung auf. Der Bundesliga-Absteiger präsentierte sich konzentriert, zeigte mit Paraden von Huhnstock und Toren von Horak und Rahmel zur 3:2-Führung (5.) schnell, dass er hier nichts anbrennen lassen wollte. Der TuS hielt kämpferisch dagegen, gab in der Abwehr keinen Zentimeter Raum freiwillig preis. Hätte Paladin bei einem Gegenstoß keinen technischen Fehler produziert, der TuS hätte mit 4:3 zum zweiten Mal nach dem 1:0 durch Volentics vorne gelegen. So sollte das Gegenstoßtor des Ferndorfer Rechtsaußen die einzige Führung des Spiels markiert haben.

Statt des 4:3 für Ferndorf führten die Gäste kurz darauf 5:3 und 6:4 (10.). Am Siebenmeterpunkt übernahm Mestrum für Koke und hatte Glück gegen Stochl, als er das 5:6 in Unterzahl erzielte. Auch Puhl war auf dem Posten, hielt einen Gegenstoß vom pfeilschnellen Jonas Link, Volentics traf im Gegenzug zum 6:7. Hätte Ferndorf nicht früh zwei Zeitstrafen bekommen, das Spiel hätte nach 15 Minuten Unentschieden gestanden. Doch auch die zweite Unterzahl überstand der TuS noch, Kolb verkürzte auf 7:8. Die SG hatte in Huhnstock und Rahmel ihre überragenden Spieler, der Rechtsaußen der SG machte sieben der ersten zehn Erlanger Tore. Huhnstock hatte nach 20 Minuten bereits acht Bälle entschärft, darunter einen Siebenmeter von Volentics, der das 10:11 bedeutet hätte (24.). Ferndorf war voll im Spiel, agierte auf Augenhöhe. Als Rahmel eine Zeitstrafe sah und Horak im nächsten Angriff bei einem Zusammenprall mit Heyme in die Bande krachte und ausgewechselt werden musste, waren zwei der bisherigen Erlanger Leistungsträger kurzzeitig aus dem Spiel. Ideale Voraussetzungen für den TuS, weiter Aufwind zu bekommen. Stattdessen schwanden aber die Kräfte. Erlangen erspielte sich die 15:10-Pausenführung.

Im zweiten Durchgang kam der TuS nochmals auf 17:20 (40.) heran, dann setzten die Gäste sich aber ab. Den Rest der Zeit nutzte Lerscht, um Spielzeiten zu verteilen. So stand mit Ronge, Kolb und Baumgärtner hinterher ein U21-Rückraum auf dem Feld. Bester Torschütze mit sechs Treffern war Daniel Mestrum. „Die Breite des Kaders, die individuelle Klasse“, benannte er die Faktoren, die Erlangen zum Sieg gebracht hatten.

 
 

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