Ejot-Teams dominieren erneut

Die Herren des Ejot-Team TV Buschhütten vor dem Schwimmstart (von links): Frederic Belaubre, Anthony Pujades, David Hauss, Richard Murray und Sven Riederer. Das international besetzte Quintett entschied den Wettkampf für sich.
Die Herren des Ejot-Team TV Buschhütten vor dem Schwimmstart (von links): Frederic Belaubre, Anthony Pujades, David Hauss, Richard Murray und Sven Riederer. Das international besetzte Quintett entschied den Wettkampf für sich.
Foto: WP

Kraichgau..  Wer will die Mannschaften des Ejot-Team TV Buschhütten noch daran hindern, auch in diesem Jahr die Bundesliga für sich zu entscheiden und sich die Krone aufzusetzen? Nach der Hälfte der Liga-Rennen jedenfalls deutet alles auf einen erneuten Doppelsieg für die Kreuztaler Dreikämpfer hin, denn beim zweiten Wettkampf im Kraichgau durften die Buschhüttener erneut ausgiebig feiern (unsere Zeitung berichtete kurz).

Überhaupt wurde es ein hitziger Tag in einer der wärmsten Gegenden Deutschlands. 30 Grad, Unwetterwarnungen – deshalb gingen die 14 Damen-Teams bereits kurz vor 19 Uhr ins 23 Grad warme Wasser des Hardtsees. Nach 750 m Schwimmen war die Neuseeländerin Andre Hewitt als Siebte schnellste Ejot-Starterin, gefolgt von den Französinnen Emmie Charayron, Charlotte Morel und Mateja Simic (Slowenien). Beim Radsplit fand sich Hewitt in der neunköpfigen Führungsgruppe wider, darunter die komplette Mannschaft von Rivale Stadtwerke Team Witten. Deshalb hielten Morel, Charayron und Simic in der Verfolgergruppe das Tempo hoch, kamen aber nicht an die Spitze heran.

Keine optimale Vorbereitung

Morel wurde vor dem Wechsel auf die Laufstrecke von einer 15-Sekunden-Zeitstrafe überrascht. Sie hatte beim Wechsel auf’s Rad ihre Badekappe nicht in, sondern neben die vorgesehene Box geworfen. Derweil setzte sich Hewitt an der Spitze des Lauffeldes schnell ab und siegte souverän vor der Australierin Charlotte McShane (Witten). Hewitt nahm sich sogar die Zeit, die vielen Zuschauer im Zielbereich abzuklatschen. Damit war der Ejot-Sieg in diesem Teamsprint aber noch nicht gesichert, kam es auf Charayron und Simic an. Debütantin Charayron lief immer weiter nach vorne und mit der besten Laufzeit aller Teilnehmerinnen auf den starken dritten Platz. Simic kämpfte sich auf den achten Rang vor und sicherte damit den Ejot-Tagessieg.

Als die Damen noch auf der Laufstrecke waren, machte sich erneut Hektik breit. Weil die Gewitterwarnung noch aktiv war, entschied der Veranstalter, das Herrenrennen um 30 Minuten auf 19.45 Uhr vorzuziehen. Darauf war jedoch kein Athlet, auch nicht die Buschhüttener, eingestellt. In aller Schnelle wurde die sich aufwärmenden Aktiven zusammengerufen, von einer optimalen Vorbereitung konnte keine Rede sein.

Im Hardtsee waren zunächst 750 Meter zu schwimmen. Wie an einer Perlenschnur stiegen Anthony Pujades, der bei seinem ersten Bundesliga-Start für das Ejot- Team TV Buschhütten die beste Schwimmzeit aller Starter hinlegte, Frederic Belaubre und David Hauss aus dem Wasser. Richard Murray und Sven Riederer, beide keine Schwimm-Spezialisten, folgten auf den Rängen 19 und 17, stellten aber auf dem Rad rasch den Anschluss an die erste Gruppe her. Auf der Strecke folgte der Zusammenschluss, ein späterer Ausreißversuch von Pujades scheiterte.

In geringen Abständen wechselten die 45 Triathleten zum Laufen. Pujades, Belaubre, Hauss und Riederer waren mittendrin in der Führungsgruppe. Murray folgre ca. 30 Meter zurück, brannte dann jedoch bereits auf der erste Runde ein wahres Lauf-Feuerwerk ab, überholte alle und lief davon. Dahinter kämpften Riederer und Hauss mit zwei Wittenern Athleten um den Anschluss. Mit Begeisterungsstürmen wurde ein wie entfesselt laufender Richard Murray im Ziel empfangen. Es war ein beeindruckender Nachweis der tollen Form des Südafrikaners. Die Ejot-Dominanz vervollständigten Riederer und Hauss als Zweiter und Dritter, das perfekte Mannschaftsergebnis rundete Belaubre mit Platz neun ab. Pujades musste seiner Führungsarbeit auf dem Rad Tribut zollen, er wurde 24.

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