Dan Burinca der Trainer des Jahres in Siegen-Wittgenstein

Das siegreiche Ejot-Team des TV Buschhütten hatte ein Geschenk für  André Schweins von der WP-Chefredaktion mitgebracht. Rechts Teammanager Rainer Jung.
Das siegreiche Ejot-Team des TV Buschhütten hatte ein Geschenk für André Schweins von der WP-Chefredaktion mitgebracht. Rechts Teammanager Rainer Jung.
Foto: Horstgünter Siemon
Er hatte Tränen in den Augen. Völlig überwältigt war Dan Burinca, als er zur letzten Ehrung bei der 29. Sportlerwahl im Kreis Siegen-Wittgenstein nach vorne gerufen wurde.

Krombach.. Der Rumäne, der 2012 ins Siegerland kam, wurde zum Trainer des Jahres erkoren. Er erhielt großen Beifall im voll besetzten Gästehaus der Krombacher Brauerei.

Der kleine Mann aus Siebenbürgen, geboren am 17. Juni 1972 in Sibiu (Hermannstadt), war gerührt. Er konnte es gar nicht fassen. In seinem noch nicht guten Deutsch bedankte er sich artig. „Danke kann ich gut sagen, das Wort ist ja fast wie mein Vorname Dan.“

Dan Burinca holte für Rumänien bei den Olympischen Spielen in Atlanta 1996 die Silbermedaille an seinem Spezialgerät, den Ringen. Laudator Günter Zimmermann (Werbering der Sparkassen im Kreis Siegen-Wittgenstein): „Er ist ein ganz Großer.“ Körperlich nicht, aber als Trainer.

Meister der 2. Liga mit Siegerländer KV

Die Siegerländer Kunstturn-Vereinigung (SKV) wurde in der zweiten Saison unter Burinca Meister der 2. Liga Nord. Der Aufstieg in Hamm gegen Süd-Champion FC Bayern München wurde hauchdünn verpasst. Bernd Krombach, zuständig für den Liga-Betrieb in der SKV: „Die Bayern hatten vor dem letzten Gerät auf gut Deutsch gesagt die Lederhosen voll. Ich bin jetzt seit 1991 Kampfrichter, aber so einen schönen SKV-Wettkampf habe ich noch nicht erlebt.

Ehrung für Kunsturn-Trainer Burinca der Höhepunkt

Die Ehrung für Dan Burinca, dem auch sein Vorgänger Helmut Menn spontan gratulierte, war der Höhepunkt einer kurzweiligen Sportlerehrung, die unsere Lokalsportredaktion wieder mit den Partnern Kreissportbund (KSB) und Krombacher Brauerei in der ehemaligen Volksschule ausrichtete. Der wie immer bestens informierte Moderator Karl-Heinz Messerschmidt führte durch die (kurzen) Grußworte und die Ehrungen. Beide Einzel-Titel waren ein Novum. Jeweils zum ersten Mal wurden Dressurreiterin Nathalie Prinzessin zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg und Tischtennis-Spieler Steffen Mengel Sportler des Jahres.

Die Prinzessin aus dem Wittgensteiner Land, die mit Ehemann Alexander Johannsmann und Sohn Konstantin (3) nach Krombach gekommen war, steht vor einem Jahr des Umbruchs. Ihr Paradepferd Digby ist mittlerweile 16 Jahre alt: „Digby ist in Halbpension. Es wird ein lockeres Jahr, er soll die Turniere genießen. Ich muss jetzt neue Pferde aufbauen, einige Kandidaten sind hoch interessant.“ Zu den Turnieren fährt Prinzessin Nathalie den Lkw öfters selbst: „Ich kann ja nicht immer von meinem Mann abhängig sein.“

Steffen Mengel überrascht - Sportler des Jahres

Steffen Mengel, der Karl-Heinz Messerschmidt weit überragte, hatte nicht mit der Ehrung gerechnet: „Ich war mehrere Jahre nicht mehr in Krombach. Es hat sich nicht viel verändert, das Bier schmeckt wie eh und je sehr gut.“

Mengel wurde im vergangenen Jahr zum ersten Mal deutscher Meister und schlug Seriensieger Timo Boll, den ehemaligen Weltranglisten-Ersten, in sieben Sätzen: „Wer gegen Boll auf mich gesetzt hätte, wäre reich geworden.“ Seinen Titel kann Mengel bei einem „Heimspiel“ verteidigen. Die DM findet Ende Februar in Wetzlar statt, nicht weit entfernt von seinem Heimatort Holzhausen.

TV Buschhütten erneut Mannschaft des Jahres

Mannschaft des Jahres wurde erneut das Ejot-Team des TV Buschhütten, das 2012 einmal dem TuS Ferndorf den Vortritt lassen musste. Die Triathleten von Teammanager Rainer Jung sind zurzeit auf der ganzen Welt verstreut: „Die Jungs trainieren in Südafrika, Fuerteventura, Gran Canaria, Neuseeland und Australien.“

Jung wünschte allen Gästen in der Braustube einen schönen Abend: „Heute kann jeder trinken, so viel er will. Es sind drei Ärzte da, wie können jeden versorgen.“ Die SKV-Turner von Dan Burinca hatten als Zweiter noch einen Grund: Falk-Daniel Uhlig feierte am 18. Januar seinen 18. Geburtstag. Um Mitternacht wurde auf ihn angestoßen. Da waren Burincas Tränen getrocknet.

 
 

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