Auf der Höhe werden die Köpfe frei

Ferndorf.  Es war mal wieder ein besonderer Handball-Abend in der Kreuztaler Stählerwiese. Als die 1095 Besucher zur vorgerückten Stunde am Freitagabend die Halle verlassen hatten, die knapp besiegten Spieler der HG Saarlouis längst im Bus auf dem Weg Richtung Heimat saßen, gönnten sich die Ferndorfer in kleinerer Runde noch ein Bierchen im Foyer.

Gerüchte in sozialen Netzwerken

„Wir sind alle froh, dass in den restlichen Wochen der Saison kein Doppel-Spieltag mehr ansteht“, so Trainer Michael Lerscht. Und schmunzelnd fügt er an: „Die können mich ja bald nicht mehr sehen.“ Damit meint er seine Spieler, die sich in den vergangenen Wochen fast täglich die Klinke der Trainingshalle in die Hand gaben.

Dass es dennoch eine eingeschworene Gemeinschaft ist, die beim TuS Ferndorf Zweitliga-Handball spielt, betonte der Trainer, der vehement einigen Einträgen in den sozialen Netzwerken widersprach, die Gerüchte vom gestörten Verhältnis untereinander in die digitale Welt gesetzt hatten.

Um einen Beweis anzutreten, dass dem nicht so ist, machten sich die Handballer am Samstag auf Schusters Rappen auf den gemeinsamen Weg zum Kindelsberg, wo man bei sonnigem Wetter den Weitblick über Höhen und Täler des Rothaargebirges genoss.

Das machte den Kopf frei und stimmte das Team gleichsam ein auf die noch vor ihm liegenden Aufgaben in der Liga. Am Samstag bekommt man es auswärts mit dem TV Emsdetten zu tun, bevor am 14. Mai gegen die DJK Rimpar letztmals in dieser Saison ein Samstag-Heimspiel ansteht. Am 21. Mai geht es zur HSG Nordhorn-Lingen. Der letzte Auftritt in eigener Halle steigt am Freitag, 27. Mai, gegen Schlusslicht SV Henstedt-Ulzburg. Und damit es nicht am letzten Spieltag zum Showdown beim VfL Eintracht Hagen kommt, will der TuS möglichst mit einem beruhigenden Vorsprung zum alten Rivalen an die Volme fahren.

Wenn es nach den in durchaus euphorischer Stimmung in Richtung Heimat abgewanderten Fans ginge, könnten die am Freitag mal wieder arg strapazierten Nerven ruhig noch ein bisschen Hochspannung vertragen. Wenn es denn immer so ausgeht wie gegen Saarlouis ist das ja auch zu verkraften.

 
 

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