„Alpine“ schlagen „Nordische“

Florian Runte

Erndtebrück.  Der Winter naht noch lange nicht, aber die Vorbereitung der Nordischen Skisportler ist schon seit Wochen wieder im Gange. Der Sommer-Nachwuchscup des Westdeutschen Skiverbands, der bis zum vergangenen Jahr noch unter dem Dach des inzwischen aufgelösten Bezirks Rothaar stattfand, dient der Einstimmung auf die Winter-Wettkämpfe.

So begaben sich die Sportler, die sonst auf langen Latten unterwegs sind, nun auf Rollen durch einen Hindernisparcours. Zum Auftakt der Sommer-Serie stand nämlich der Inliner-Geschicklichkeitswettkampf auf dem Parkplatz der Erndtebrücker Eisenwerke auf dem Programm. Nicht alle Langlauf-Sportler mögen die Jagd um Hütchen und andere Hindernisse, zu denen sich diesmal noch die Mehrfache Querung von Bahnschienen gesellte. Doch sie gehört eben dazu, um das „Umtreten“ und die Geschicklichkeit für die schnellen Abfahrten zu proben. Für die Kaderathleten im Langlauf war die Teilnahme deshalb Pflicht.

Wettkampf der Grundschulen

106 Kinder und Jugendliche schlängelten sich schließlich durch den Parcours. Zwei Faktoren begünstigten die hohe Zahl: Ein zusätzlich ausgeschriebener Grundschulwettkampf, an dem mit der Burgfeldschule (Bad Berleburg), der Grundschule Elsoff und der Grundschule Heinsberg (Kreis Olpe) aber nur drei Schulen teilnahem, lockte weitere Kinder an. Und dann nahmen auch manche teil, die sonst „alpin“ unterwegs sind. Dass beim Ski-Inline ein ähnlicher Parcours regelmäßig im Programm und Geschmeidigkeit dort eine Grundtugend ist, zeigte sich auch daran, dass die wenigen Starter des SV Oberes Banfetal jeweils vor den „Nordischen“ lagen.

Eine Änderung gab es übrigens in den älteren Jahrgängen. Während diese sonst wie die Schüler auf Inlinern durch den Parcours liefen, taten sie es diesmal auf Skirollern – das hatten die Landestrainer Stefan Kirchner und Cheftrainer Jochen Behle so entschieden.

Leicht machten sie es ihren Schützlingen damit nicht, doch sie verstanden den Schritt. „Auf Rollski kommt es den Bewegungen beim Langlauf näher“, sagte Annika Marburger und ergänzte: „Es hat auch Spaß gemacht.“