Wiederaufstieg erklärtes Ziel

Katja Zberch hat sich endgültig dazu entschieden, eine Pause einzulegen.
Katja Zberch hat sich endgültig dazu entschieden, eine Pause einzulegen.
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Nach dem Bundesliga-Abstieg von BO laufen die Gespräche für Nachfolge von Katja Zberch als auch mit Spielerinnen. Vorstand bleibt an Bord.

„Wir wollten damit nicht bis zur ordentlichen Mitgliederversammlung warten, sondern heute schon mal anklopfen, damit wir dann im Juni die ersten Resultate sehen“, klärte der 2. Vorsitzende Ralf Höfels die vielen erschienenen Mitglieder von evo NBO bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung auf. Vorangegangen war die Ankündigung, dass der komplette Vorstand des aus der Bundesliga abgestiegenen Damen-Basketballclubs sich im Juni wieder zu Wahl stellen wird.

Darüber hinaus stoßen Helge Eggers als Jugendwart und Peter Galow, der Kassenwart Stefan Rüweller unterstützen soll, zum Vorstandsteam. Dass es damit nicht getan ist, stellte Höfels aber auch klar. „Wir brauchen viele helfende Hände, ansonsten muss jeder für sich irgendwann entscheiden, was wichtiger ist, Arbeit und Familie oder der ehrenamtliche Verein.“

Zweite Liga als Chance

Doch weil der Vorstand nicht nur forderte, sondern auch einen einigermaßen konkreten Plan aufzeigte, machte die Entscheidungsriege einen wichtigen ersten Schritt vor den Augen seiner Mitglieder. Nicht nur Julia Gajewski, die nun als Sportwartin agieren soll, sagte: „Wir sehen die zweite Liga auch als Chance.“ Damit stellte sie klar: „Wir rechnen nicht damit, dass ein Bundesligist zurückzieht, sondern planen für die zweite Liga.“

Aktuell befindet man sich in Gesprächen, sowohl mit Spielerinnen als auch mit Trainern. Denn der Rückzug von Katja Zberch ist mittlerweile offiziell. „Ich brauche einfach eine Pause. Die wollte ich ja schon im letzten Jahr, aber irgendwie haben sie mich dann ja noch einmal überredet“, erklärt die Weißrussin. Verbunden bleibt sie NBO dennoch, so ist sie an der Zusammenstellung des neuen Teams durchaus beteiligt.

Sowohl die Spielerinnen, als auch die Trainer sollen das Anforderungsprofil ‘Wiederaufstieg’ erfüllen und NBO schnellstmöglich in die Erstklassigkeit zurückführen. Denn „unsere Jugendabteilung und unsere erste Mannschaft sind untrennbar“, erklärt die Vorsitzende Sabine Benter. Das bedeutet, dass sowohl etwa generierte Sponsoreneinnahmen über die erste Mannschaft und tatkräftige Hilfe von Eltern aus den Jugendmannschaften einander ergänzen.

Kein finanzielles Loch

In beiden Aspekten waren die New Baskets zuletzt nicht auf Rosen gebettet, haben aber ihre Hausaufgaben gemacht. „Am Ende des Jahres wurde die Zahl der Helfer überschaubarer“, gibt Höfels offen zu. „Die, die helfen sind wichtig und arbeiten viel mit, aber wir brauchen mehr.“ Benter ergänzte: „Wir befinden uns in guten Gesprächen mit den Sponsoren und haben positive Signale bekommen.“ Auch wenn Abstriche zu erwarten sind, droht der Verein in kein finanzielles Loch zu fallen. „Diese Sponsoren brauchen wir, das ist überlebenswichtig für uns, auch um die Jugend wieder aufzubauen.“

Um sich für die Zukunft aufzustellen und nicht so abhängig von externen Spielerinnen zu sein, ist das unabdingbar. „Wir mussten in der Vergangenheit viel reagieren, da bleibt dann wenig Raum selbst kreativ zu werden“, erklärt Höfels die Versäumnisse der vergangenen Jahre. Nun will der Verein aber erneut agieren, nachdem das Projekt mit dem hauptamtlichen Trainer Stefan Mienack im Vorjahr als gescheitert abgestempelt werden muss.

Den ganz konkreten Bauplan gab es Mitte April noch nicht, eine ungefähre Aussicht für die kommenden Spielzeiten schon. „Mein Ziel ist es vielen Kindern das Gefühl zu geben: ‘Hey, spiel Ball und hab Spaß’“, gab Eggers gleich mal als Marschroute hinaus. „Wenn wir 80 Kinder haben, die mit Spaß dabei sind, ist auch jemand dabei, der Bundesliga spielen kann. Daran müssen wir uns dann in drei Jahren messen lassen.“ Auch Gajewski machte deutlich: „Die ausländischen Spieler müssen im Jugendbereich mitarbeiten. Überhaupt müssen wir mehr Austausch zwischen den Trainern haben und ihnen dabei helfen sich zu verbessern.“

Am Ende der Versammlung konnte sich jedes Mitglied noch in eine Liste eintragen, mit der sondiert werden soll, wie man die anstehende Arbeit am besten verteilen kann, sodass mehr Zeit zum Agieren bleibt. „Wenn ihr jemanden aus unserem Verein seht, dann sprecht bitte mit ihm darüber. Wir brauchen Unterstüzung“, bat Höfels noch einmal. Nun ist es auch an den Mitgliedern anzupacken.,

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