Wer ist die Nummer zwei?

Nord gegen Arminia Klosterhardt – das Landesliga-Derby ist eine Prestige-Angelegenheit.
Nord gegen Arminia Klosterhardt – das Landesliga-Derby ist eine Prestige-Angelegenheit.
Foto: Ulla Emig/WAZ FotoPool
Sportlich ist das Derby Nord gegen Arminia Klosterhardt nicht mehr von Belang, aber es geht ums Prestige.

Spvgg. Sterkrade-Nord -
DJK Arm. Klosterhardt So, 15 Uhr

Das Lokalduell der beiden besten Oberhausener Landesliga-Mannschaften ist sportlich gesehen nicht mehr von großer Bedeutung, Für beide Mannschaften ist die Saison vor den letzten zwei Saisonspielen praktisch gelaufen. So geht’s ums Prestige und die Frage, wie nahe Nord an der zweiten Kraft im Oberhausener Fußball, Arminia Klosterhardt, denn nun ist.

„Es ist momentan schwierig, die Jungs zu motivieren“, gibt Sterkrades Markus Kowalczyk zu. „Das ist mir schon vor zwei, drei Wochen aufgefallen. Die Spieler sind vielleicht in Gedanken schon im Urlaub mit ihren Familien, weil wir unser Saisonziel früh erreicht haben.“ So kommt ein solches Ergebnis wie das 0:7 der Nordler zuletzt in Niederwenigern zustande.

Ein zweites Mal in Folge wollen die Schmachtendorfer sich nicht abschlachten lassen – erst recht nicht gegen den Lokalrivalen. Zumal: Beide Klubs liegen punktgleich auf den Plätzen fünf und sechs, da dürfte auf beiden Seiten der Wille vorhanden sein, als beste Oberhausener Landesliga-Mannschaft abschneiden zu wollen. „Es wird schwer, weil wir auch einen starken Gegner erwarten. Wir versuchen das Beste draus zu machen und uns so gut wie möglich zu schlagen.“ Neben den Langzeitverletzten Alex Ripkens und Yannick Bargatzky muss Mike Ratkowski aus beruflichen Gründen passen.

Für Arminia Klosterhardt stehen an diesem Wochenende sportlich wichtigere Begegnungen auf dem Spielplan. Sei es das Aufeinandertreffen der „Dritten“ gegen TBO, die den Aufstieg in die Kreisliga A noch immer aus eigener Kraft schaffen kann. Oder der Abstiegsknaller der eigenen Reserve in Möllen. „Da müssen wir uns gar nichts vormachen: In unserem Lokalduell geht es um die goldene Ananas. Diese 90 Minuten sind eigentlich gar nicht zu bewerten“, sagt Günter Bruns. Arminias Trainer appelliert auch an die gesamte Klub-Familie, die Bezirksliga-Mannschaft zahlreich und lautstark in Möllen zu unterstützen. Marcel Siwek und Philip Bauer sind seit einigen Wochen eh schon fester Bestandteil der Contrino-Elf.

Mit Defensiv-Spezialist Carsten Weißert stößt morgen mindestens ein weiterer Akteur dazu. Das bedeutet wiederum für die „Erste“, dass gleich sieben Spieler zwischen 18 und 20 Jahren in der Startelf stehen werden. Bruns: „So oder so wollen wir im Nordler Park was holen. Ansonsten könnten wir die Punkte auch gleich mit der Post schicken.“

SF 1930 Königshardt -
Wesel-Lackhausen So, 15.15 Uhr

In seinem letzten Heimspiel möchte sich der Aufsteiger und Tabellenvorletzte in seiner Premierensaison in der Landesliga mit einem Sieg von seinem Publikum verabschieden – es wäre der erste Heimsieg der gesamten Spielzeit. „Und den wollen wir holen“, gibt Lars Mühlbauer forsch vor und ist guter Dinge: „Ich glaube, die Jungs haben langsam kapiert, wie man in ein Spiel gehen muss. Letzten Sonntag haben wir uns bärenstark präsentiert.“ Da verloren die Sportfreunde knapp und unglücklich beim Tabellenzweiter FSV Duisburg mit 2:3. Danielé Kowalski hat seine Gelbsperre abgesessen und ist wieder mit von der Partie, ebenso wie Christopher Ohm. Ansonsten fehlen die Dauerverletzten.

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