Sven Lawrenz und Günter Sadowski auf Gran Canaria

Sven Lawrenz und Günter Sadowski beim Ultra auf Gran Canaria
Sven Lawrenz und Günter Sadowski beim Ultra auf Gran Canaria
Foto: NRZ
Die beiden OTV-Athleten vom Endurance-Team gingen bei beliebtem Ultralauf auf der spanischen Insel an den Start

Während in Deutschland noch winterliche Bedingungen die Wetterlage bestimmten, machten sich die beiden Sportler des Ausdauerteams auf nach Gran Canaria, wo bereits sommerliche Temperaturen herrschten.

Großes Pech hatte Günter Sadowski im Vorfeld. Bei einem Radsturz zog er sich neben zahlreichen Schürfwunden eine Fraktur in der Hand zu. Trotz der unglücklichen Vorzeichen ließ er sich die Chance beim Transgrancanaria über 127 km zu starten nicht nehmen.

Um 23 Uhr Ortszeit fiel der Startschuss für die 700 Teilnehmer aus aller Welt, die sich einer ganz besonderen Herausforderung stellten. Die 127 km lange Strecke führte von Agaete im Nordwesten der Insel über mehrere Stationen zum Zielort Maspalomas im Süden. Insgesamt standen den Teilnehmern 8500 Höhenmeter bevor. Lawrenz und Sadowski machten sich zusammen auf den Weg. Jedoch trennten sich die Wege des OTV Duos nach etwa vier Stunden. Sadowksi konnte wegen seiner Verletzung an der Hand keine Laufstöcke benutzen. Da deren Gebrauch für einige Passagen aber unverzichtbar war, musste er nach 32 km das Rennen beenden. Über einen Wanderweg gelangte er zurück nach Agaete. Sadowskis anfängliche Enttäuschung über seine verpasste vierte Finisherwertung schlug schnell in Zuversicht auf eine gestärkte Rückkehr beim Transgrancanaria 2016 um. Für Sven Lawrenz ging das Rennen nun alleine weiter. Das Tempo stimmte und Lawrenz genoss die traumhafte Landschaft in vollen Zügen. Bei Kilometer 80 musste er gezwungener Maßen die Schuhe tauschen, da diese bereits schwächelten. Im Gegensatz zu seinem Schuhwerk, bewies der Endurance-Sportler dann aber letztlich einen langen Atem und lief weiter Richtung Maspalomas. Lawrenz lag gut in der Zeit und hatte bei seiner gewünschten Zielzeit von 28,5 Stunden sogar ein anderthalbstündiges Polster. Durch zunehmende Probleme und Schmerzen im rechten Knie, die wahrscheinlich durch den ungewollten Schuhwechsel zustande kamen, verlor er jedoch wertvolle Zeit und konnte sein persönliches Ziel nicht ganz erreichen. Mit einer Stunde „Verspätung“ erreichte der Oberhausener glücklich die Ziellinie. Auch Lawrenz fiebert schon jetzt einem erneuten Start im kommenden Jahr entgegen.

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