Stark gespielt und verloren

Niklas Wykrota auf dem Weg nach vorne.
Niklas Wykrota auf dem Weg nach vorne.
Foto: WAZ FotoPool
Die U19 von RWO musste sich dem favoriten RWE 0:1 geschlagen geben. Die Oberhausener spielten dabei 86 Minuten in Unterzahl und waren den Gästen dennoch mindestens ebenbürtig. Ein unnötiges Gegentor nach einer Ecke entschied die Partie letztlich für die Gäste.

Mit gesenkten Köpfen verließen die RWO-Kicker den Kunstrasenplatz am Leistungszentrum. Mit 0:1 (0:0) hatten sie das Derby der beiden Bundesliga-Absteiger gegen RW Essen verloren. Das tat doppelt weh, denn die Kleeblätter hatten gegen den Favoriten ein prima Spiel gemacht und waren dem neuen Tabellenführer mindenstens ebenbürtig, ob wohl sie bereits in der 4. Minute in Unterzahl gerieten.

Trainer Mike Tullberg versuchte daher direkt nach Spielschluss seine Mannschaft wieder aufzurichten. „Ich habe ihnen gesagt, dass sie in Unterzahl die bessere Mannschaft waren und die größeren Chancen gegen die meiner Meinung nach beste Mannschaft der Liga “, so Tullberg, der die beste Saisonleistung seines Teams gesehen hatte.

Nicht geschockt

Nach nur vier Minuten sah das nicht unbedingt so aus. Der ansonsten gute RWO-Kapitän Niklas Wykrota hatte sich verschätzt und sein Innenverteidiger-Kollege Christian Büttner konnte den pfeilschnellen Alpay Cin auf dem Weg Richtung Tor nur noch regelwidrig stoppen. Ausgerechnet für den lange verletzten ehemaligen Essener war damit die Partie bereits zu Ende. Doch seine Mannschaftskameraden zeigten sich in keinster Weise geschockt. Daniel Lahav rückte zurück in die Innenverteidigung und machte dort seine Sache ebenso gut wie die anderen neun Oberhausener.

Nach dem Wechsel stark

Die Essener spielten weiter abwartend und bis zur Pause sahen die gut 300 Zuschauer, unter ihnen zahlreiche Scouts höherklassiger Vereine, auf beiden Seiten keine klare Möglichkeit. Das änderte sich nach dem Seitenwechsel. Die Gastgeber kamen überraschend offensiv aus der Kabine und kamen durch Justin Mingo (48.), Nils Hermsen (49.) und Ermias Simatos (51.) gleich zu drei Möglichkeiten. Erst langsam kamen die Essener um die beiden großgewachsenen Innenverteidiger Sinan Özkara und Stefan Siepmann wieder dazu, sich zu sortieren.

Das Spiel wurde nun etwas hitziger. Beide Teams gingen engagiert zu Werke, während die Oberhausener den etwas bissigeren Eindruck machten. Mit schnellem Spiel versuchten sie das Mittelfeld zu überbrücken, doch oft fehlte die Genauigkeit beim letzten Pass. So entschied ein Standard die Partie, über die sich Tullberg mächtig ärgerte. „So ein Tor darf nicht passieren, aber so ist Fußball, das gibt es auch in der Bundesliga, das können wir nicht mehr ändern.“

Eine bereits unnötige Ecke für RWE kann RWO-Keeper Abdulrahman Madenci nur mit den Fäusten abwehren, der Ball kommt erneut in den Strafraum, wo der lange Siepmann ein Kopfballduell gewinnt und Özkara nur noch einschieben muss. Tullberg riskiert nun alles, stellt auf Dreierkette um und wechselt offensiv, doch die Essener bringen den knappen Vorsprung über die Zeit.

 
 

EURE FAVORITEN