Spiegelbild der Saison

Da war die Welt der U 23 noch in Ordnung: Justin Walker traf per Freistoß zum 1:0 für RWO.
Da war die Welt der U 23 noch in Ordnung: Justin Walker traf per Freistoß zum 1:0 für RWO.
Foto: Socrates Tassos/FUNKE Foto Servi
Beim 1:4 der U 23 von RWO gegen den 1. FC Bocholt gab es alles zu sehen, was das Team in der Saison gut und schlecht gelöst hat.

„Dieses Spiel war ein Spiegelbild der gesamten Saison“, sagte RWO-U 23-Trainer Peter Kunkel nach dem (unnötigen) 1:4 (1:2) gegen den 1. FC Bocholt. In ihrem letzten Auftritt bot die U 23 all das, was es in der ganzen Spielzeit schon zu sehen gab. Dazu gehören gutes Kombinationsspiel, aber auf der anderen Seite auch schlechte Chancenverwertung und individuelle Fehler. So kam die jetzige Niederlage zustande, die Kunkel aber als „nicht verdient“ empfand. „Die erste Halbzeit war gut, aber einfache Fehler haben uns mehr gekostet.

Justin Walker brachte die Kleeblätter mit einem schönen Freistoßin den Giebel in Führung (15.). In dieser Phase spielte RWO überlegen und hätte ausbauen können, ja müssen. So als der scheidende Philipp Goris allein auf den Bocholter Keeper zulief. Doch statt zu lupfen, ließ er sich abdrängen, die große Chance zum 2:0 (35.) war vertan. Goris, der zum Gegner 1. FC Bocholt wechselt, hätte in anderen Situationen weniger eigensinnig agieren müssen, dann wären Konter mit seinen Nebenleuten aussichtsreicher verlaufen. So aber nutzte der starke Aufsteiger seine Gelegenheiten nach Schnitzern in der RWO-Defensive. Tim Elsinghorst stellte das Spiel mit seinen beiden Toren kurz vor der Pause (41./45.) praktisch auf den Kopf.

Zum zweiten Durchgang setzte Kunkel verstärkt auf die eigene Jugend, die das Bild in der kommenden Saison prägen wird. Georgios Efthimiou erzielte dann den Ausgleich für die Oberhausener, doch der Schiedsrichter erkannte das wegen angeblichem Abseits nicht an. „Ein astreines Tor“, befand Kunkel angesäuert. Im direkten Gegenzug leistete sich Efthimiou bei der Ballannahme einen Schnitzer, ein Bocholter Stürmer übernahm den abgeprallten Ball und zog allein auf Lars Müting zu. Walker hatten dann Pech, als er in den von Müting abgewehrten Ball lief und ihn zum 1:3 über die Linie drückte. „Da konnte er nicht mehr ausweichen“, sah Kunkel. Damit war die Messe gelesen, Bocholt erhöhte in der Schlussphase noch zum 1:4. „Wir kassieren Gegentore durch einfache Fehler in Phasen, in denen wir die überhaupt nicht gebrauchen können“, ärgert sich Kunkel auch über diese, wenn auch bedeutungslose Niederlage. Immerhin: Wir haben in einer Saison mit viel Auf und Ab einstellig abgeschlossen.

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