Rot-Weiss Ahlen erwägt Einspruch gegen 1:2-Wertung

Ahlen jubelt vor dem RWO-Block. Der lässt sich provozieren und reagiert mit Becherwürfen.
Ahlen jubelt vor dem RWO-Block. Der lässt sich provozieren und reagiert mit Becherwürfen.
Foto: Micha Korb
Sportlich ging die Partie Ahlen – RWO zugunsten der Gäste aus. Doch wegen einiger Vorkommnisse erwägen die Ahlener, Einspruch einzulegen.

Oberhausen..  Die Partie zwischen Ahlen und Oberhausen verlief über weite Strecken ereignisarm. Nach dem Führungstor durch Emre Yesilova überschlugen sich jedoch die Ereignisse.

Als die Ahlener vor dem RWO-Block jubelten, wurden sie mit Gegenständen, wahrscheinlich Bierbechern, beworfen. Plötzlich lag Mittelfeldspieler Rene Klingenburg blutend am Boden. Offenbar hatte den Ahlener ein Wurfgeschoss getroffen. Schiedsrichter Cem Sayilgan unterbrach die Partie für acht Minuten, ließ dann jedoch weiterspielen.

Ahlen-Trainer foderte sofortigen Spielabbruch

Am Platz wurde der Ex-Schalker mit vier Stichen genäht, spielte dann aber weiter. RWA-Trainer Erhan Albayrak war mit der Entscheidung Sayilgans, die Partie fortzuführen, nicht einverstanden und drängte während der Restspielzeit auf einen Abbruch. Nach dem Spiel erinnerte er an einen ähnlichen Vorfall im Werse-Stadion vor wenigen Wochen: „Gegen Gladbach ist nach unserem 1:0 ebenfalls ein Wurfgeschoss auf den Platz geflogen. Damals wurde das Spiel abgebrochen und gegen uns gewertet.“

Nach dem 1:2 durch Simon Engelmann schauspielerte Klingenburg und mimte einen Zusammenbruch.

Albayrak weiter: „Meine Spieler waren geschockt und dem Schiedsrichter war es total egal. Von diesem Erlebnis haben wir uns dann nicht mehr erholen können. Es kann nicht sein, dass da ein Spieler attackiert wird Wir spielen zuhause und unser Gast benimmt sich daneben. Wir werden dass so nicht hinnehmen und legen Protest ein.“

Zwei RWO-Fans waren im Ahlener Block

Im Spielverlauf fielen Fans aus Oberhausen negativ auf, als einzelne Personen versuchten, die RWA-Tribüne zu stürmen. Im Polizeibericht heißt es dazu: „Während der zweiten Halbzeit gelangten zwei Oberhausener Anhänger in den Ahlener Block, um dort zu provozieren. Die Personalien der Personen wurden festgestellt. Etwa 70 Ultras aus Oberhausen reisten in ihrem Bus friedlich ab. Eine Gruppe von 20 weiteren Anhängern wurde von der Polizei zum Bahnhof begleitet. Letztlich fuhr auch der Zug mit den Oberhausener Fans ohne Störungen ab.“

Gästetrainer Mike Terranova wollte sich während der emotionalen Pressekonferenz nicht zu den Vorwürfen gegen die RWO-Fans äußern: „Ich habe auf so einen Kindergarten keine Lust. Ich werde das hier nicht kommentieren.“

Stellungnahme vom Vorstand erst bei Ahlen-Einspruch

Dabei blieb es auch am Tag danach in Absprache mit Vorstand Thorsten Binder und sportlicher Leitung. Frank Kontny: „Wenn Ahlen wirklich offiziell Protest einlegt, werden wir dazu Stellung nehmen. Bis dahin geben wir keine Auskunft.“

 
 

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