Philipp Kühns letztes Heimspiel

David Jansen (9) trifft zum 2:1-Siegtreffer bei Viktoria Köln. Das war die beste Saisonleistung der Rot-Weißen.
David Jansen (9) trifft zum 2:1-Siegtreffer bei Viktoria Köln. Das war die beste Saisonleistung der Rot-Weißen.
Foto: WAZ FotoPool
Gegen Viktoria Köln verabschiedet sich der RWO-Torwart Sonntag, 14 Uhr, nach zwei Jahren von den Fans im Stadion Niederrhein.

Das wird in vielerlei Hinsicht kein leichtes Spiel für die Rot-Weißen. Sonntag, 14 Uhr, kommt Viktoria Köln zum letzten Saison-Heimspiel der Oberhausener ins Stadion Niederrhein. Die Ausgangslage ist klar: Die Gäste, frischgebackener Pokalsieger nach einem 4:1 gegen Bonn, wollen ihren Lauf fortsetzen, um doch noch die Meisterschaft vor Borussia Mönchengladbach zu schaffen.

Ihnen gegenüber steht eine rot-weiße Mannschaft, die es irgendwie schaffen muss, sich für dieses Spiel noch zu motivieren. Nach den knüppelharten 120 Pokalminuten in Essen, der Niederlage im Elfmeterschießen und der für sie bedeutungslosen Partie jetzt gegen die Kölner eine schwere Aufgabe für Trainer Andreas Zimmermann.

Der sagte direkt nach dem verlorenen Spiel in Essen: „Wir haben die konditionellen Grundlagen, um das wegzustecken. Wir werden auf jeden Fall versuchen, die Sache sportlich fair anzugehen und auf keinen Fall irgendetwas abschenken. Das haben wir den Gladbachern versprochen.“

Die Frage ist, wie sich dieser ehrenwerte Vorsatz in die Praxis umsetzen lässt. RWO hat gegen die Großen der Liga bislang immer gut ausgesehen und gerade beim 2:1 bei Viktoria Köln eine spielerische wie kämpferische Hochglanz-Vorstellung abgeliefert.

Das Bemühen, dies zu wiederholen, wird der Kleeblatt-Elf nicht abzusprechen sein. Wie weit das die körperlichen Möglichkeiten zulassen, wird sich auf dem Platz zeigen.

Zimmermann wird keine gravierenden Änderungen vornehmen. Aus dem Pokalspiel in Essen hat zwar jeder müde Knochen, aber keine ernsteren Blessuren mitgenommen. Für Torwart Philipp Kühn wird es nach zwei Jahren in Oberhausen die Abschiedsvorstellung im Stadion. Für ihn ist es damit eine Frage der Sportlerehre, sich anständig zu verabschieden. Das dürfte auch den Rest der Mannschaft antreiben, es ihm gleich zu tun.

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