Neuanfang in der Regionalliga

Ralf Weßlowski  wird die erste Mannschaft in der Regionalliga trainieren.
Ralf Weßlowski wird die erste Mannschaft in der Regionalliga trainieren.
Foto: Fabian Strauch
evo NBO verzichtet auf einen Start in der zweiten Liga und will sich zukünftig auf die Nachwuchsförderung und die Integration der Talente in die erste Mannschaft konzentrieren.

Drei Tage nach dem sportlichen Abstieg aus der ersten Bundesliga gaben die New Baskets Oberhausen ihren Verzicht auf einen Start in der zweiten Liga bekannt. Somit wird die aktuelle zweite Mannschaft in der Regionalliga inklusive Trainer Ralf Weßlowski zur Ersten. Als Spielstätte wird wieder ausschließlich die Halle Ost genutzt.

„Back to the roots“, also zurück zu den Wurzeln, heißt es ab jetzt bei evo NBO. Der Fokus soll wieder hauptsächlich auf die Nachwuchsarbeit gerichtet und die Identifikation mit dem Klub gestärkt werden. Die war in den vergangenen beiden Jahren mehr und mehr abhanden gekommen. „Durch den Weggang von Spielerinnen wie Birte Thimm, Lea Mersch oder Valerie Nainima fehlte das nötige Grundgerüst für unser lange ausgeprägtes Familien-Image“, erklärt die NBO-Vorsitzende Sabine Benter.

Dazu kamen wirtschaftliche Probleme durch die immer schwieriger werdende Suche nach Sponsoren. Für eine weitere Bundesliga-Saison hätten ihren Angaben zufolge 100 000 Euro gefehlt. Daher reifte innerhalb des Vorstands schon vor geraumer Zeit die Entscheidung, sich aus der Bundesliga zurück zu ziehen. „Das hatte nichts mit dem Abstieg zu tun, der zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht feststand“, so Benter.

Ein Start in der zweiten Liga war dabei zu keiner Zeit eine Option. „Das wäre mit uns auch nicht zu machen gewesen“, erklärt evo-Geschäftsführer Hartmut Gieske, der das vorgelegte Konzept von NBO zur Neuausrichtung ausdrücklich begrüßt. „Das ist das, was in den vergangenen Jahren mehr und mehr verloren gegangen ist und wo wir uns jetzt wiederfinden“, sagt Gieske, der daher betont: „Das ist für uns in keiner Weise ein Rückschritt und daher bleibt die evo an Bord.“ Auch mit anderen Sponsoren hat Benter bereits Kontakt aufgenommen und dabei positive Signale vernommen.

Mit einem laut Gieske „nur geringfügig gekürzten Etat“ wird der Schwerpunkt nun auf den Nachwuchs umgeschichtet. Eine wichtige Rolle in diesem Bereich spielt Helge Eggers, der als hauptamtlicher Jugendwart und -koordinator erhalten bleibt. Als wichtigste Aufgaben nennt er die Vernetzung mit anderen Vereinen und die Intensivierung bei der Zusammenarbeit mit Schulen. Ein erstes Ergebnis ist die Zusammenarbeit mit den Klubs aus Recklinghausen und Bochum im U17-Bereich. Hier wird es in der nächsten Spielzeit eine gemeinsame Mannschaft in der WNBL geben, die mit großer Wahrscheinlichkeit von Katja Zberch trainiert wird. Bei den Jüngsten ist ein kinderfreundlicher Spielbetrieb mit derzeit sechs befreundeten Vereinen außerhalb des offiziellen WBV-Betriebs geplant.

Neben Weßlowski und Eggers spielen auch Henry Canton und Julia Gajewski im neuen Konzept eine wichtige Rolle. Canton wird sowohl bei der ersten Mannschaft als auch im Jugendbereich unterstützend mitarbeiten. Gajewski soll sich um die Ausbildung im Trainerbereich kümmern. „Wir sind froh, dieses Team bei uns zu haben, das unsere Vorstellung vom Familienklub genau widerspiegelt“, so Benter.

 
 

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