Natalie Langer sorgt für den Paukenschlag

20-Jährige wird Deutsche Meisterin über 5000 m im Einerkajak der Leistungsklasse

Mit zwei Deutschen Meistertiteln, zwei Vizemeisterschaften sowie je einem fünften, sechsten und achten Platz endete eine der erfolgreichsten Deutschen Meisterschaften für den Alstadener Kanu Club der letzten Jahre.

Nachdem, wie bereits berichtet, Phillip Hardy, Sebastian Lück und Laura Kerff bereits in ihren Einerkajak-Finals hervorragende Ergebnisse gezeigt hatten, begann der Samstag direkt mit einem Highlight. Im Viererkajak der Juniorinnen über die 200m Sprintdistanz überquerten Laura Kerff und das NRW-Boot mit einem extrem knappen Vorsprung als Vizemeisterinnen die Ziellinie.

Eine gute Stunde später erreichte Laura Kerff denn den achten Platz im Zweierkajak über die 200m Strecke. Die zweite Medaille holte sie sich dann im letzten Rennen des Tages, dem Viererkajak über 500 m. Mit einer Zeit von 1:44:01 Minuten holte sie sich außerdem mit den Damen des KV NRW den zweiten Vizetitel hinter dem Boot aus Berlin.

Entsprechend dem Motto „Das Beste kommt zum Schluss“ verlief der Zweierkajak der Juniorinnen mit Laura Kerff und der Essener Junioren-Europameisterin Anna Kowald über die 5000 m-Strecke. Konzentriert, ruhig und das Rennen kontrollierend holten sich die beiden 17- und 18-jährigen Damen in 21:56:00 Minuten dem Meistertitel.

Eine beinahe maximale Ausbeute erzielte Natalie Langer in den Einerkajaks der Damen Leistungsklasse. Für die NRW-Boote in diesem Jahr nicht berücksichtigt, konnte sich die Marathon-Nationalfahrerin gut drei Wochen vor den Weltmeisterschaften voll auf ihre Rennen im Einerkajak konzentrieren. Hier bestätigte die 20-jährige bereits über die 1000 m-Strecke ihre gute Form. In einem taktisch clever gefahrenem Rennen belegte Natalie Rang fünf.

Richtig ausspielen konnte sie dann ihre Erfahrung aus dem Marathon-Bereich über die 5000 m-Langstrecke. Über die Strecke taktierend und auf den Seitenwellen der Konkurrentinnen soweit wie möglich Kräfte sparend setzte sie etwa 230m vor der Ziellinie zu einem langgezogenen Schlussspurt an. Mit 1,20 Sekunden Vorsprung sicherte sie sich den Meister-Titel. Für den AKC bedeutet dies den ersten Titel in der Leistungsklasse seit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft 1985 durch Doris Pietern (jetzt Johanesen und Mutter des Ruder-Olympiasiegers Erik Johanesen) und Christiane Kleine-Natrop.

Ein hervorragendes Rennen fuhren auch die beiden Schüler A, Sebastian Lück und Phillip Hardy im Zweierkajak über 2000 m. Im Start in der Führungsgruppe mitfahrend, mussten sie nach einer Kollision des vor ihnen fahrenden Bootes den Kontakt kurz abreißen lassen. Nachdem sie erst den Anschluss wieder hergestellt hatten, mussten sie dieser Anstrengung jedoch Tribut zollen und verloren im Sprint vor der 1000 m-Wende den Anschluss zur Gruppe, belegten im Ziel einen guten sechsten Platz.

Die Ergebnisse im Einzelnen: Schüler A AK 13 Phillip Hardy 17. Kmk, 1. C- Finale 1.000m, Schüler A AK 14 Sebastian Lück 26. KMK, 4. C-Finale. 1000m, K2 2000m Schüler A K2 2000m 6. Phillip Hardy- Sebastian Lück; Damen Junioren K1 500m 3. B-Finale Laura Kerff, K2 500m 7. Laura Kerff und Alina Gieres (KV NRW), K4 500m 2. Laura Kerff, Anna Kowald, Alina Gieres und Janine Predel (KV NRW), K2 200m 8. Laura Kerff, Alina Gieres (KV NRW), K4 500m 2. Laura Kerff, Anna Kowald, Alina Gieres und Janine Predel (KV NRW), K2 5000m 1. Laura Kerff und Anna Kowald (KV NRW), Damen Leistungsklasse K1 1000m 5. Natalie Langer, K1 5000m 1. Natalie Langer.

 
 

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