Nächster Dreier

Stefan Schweigert

Auch gestern stimmte wieder das Ergebnis. Fußball-Landesligist DJK Arminia Klosterhardt setzte sich in einer zähen Partie beim TuS Essen-West mit 1:0 (0:0) durch. Für die Grün-Weißen war es der zweite wichtige Dreier binnen einer Woche. So kann es im Kampf um den Klasenerhalt gerne weitergehen.

„Wir haben hier verdient gewonnen. Darüber kann es keine zwei Meinungen geben“, befand der erstmals nach seinem gut überstandenen Herzinfarkt wieder an der Seitenlienie coachende Günter Bruns. Die Arminen hatten bis auf die erste Viertelstunde, in der ein Rückstand wegen einiger Schnitzer in der Abwehr durchaus möglich gewesen wäre, weitestgehend alles im Griff. Fußballerisch brannten beide Mannschaften kein Feuerwerk ab. Aber das war wegen der prekären Tabellensituation der unmittelbaren Konkurrenten nicht zu erwarten.

Die größte Chance für die Gäste besaß im ersten Durchgang Philip Bauer. Arminias Kapitän kam nach einer Flanke von Robert Trimborn völlig blank aus sechs Metern zum Abschluss. Anstatt die Kugel jedoch in die Maschen zu jagen, schoss Bauer Torhüter Ali Aytekin an. Den Abpraller köpfte der erneut unermüdlich fürs Team rackernde David Nyenhuis ans Quergebälk (23.). Außenverteidiger Michel Roth, der defensiv einige ungewohnte Wackler drin hatte, wäre für sein energisches Vorpreschen über die rechte Seite in der 36. Minute fast belohnt worden. Seinen strammen Versuch vom Strafraumeck konnte Aytekin gerade noch um den Pfosten lenken.

Nach der Pause blieben Höhepunkte vorerst rar gesät. Die Klosterhardter ließen konzentriert verteidigend nichts zu, scheuten andererseits aber auch das letzte Risiko, mit Mann und Maus auf den Führungstreffer zu gehen. Linksaußen Yuhi Hayami hatte nach einem prima Dribbling Pech, dass der Ball knapp am Tor vorbei ging (56.). Eine Viertelstunde vor Schluss mussten die Gäste dann doch noch mal kurz zusammenzucken, weil Julian Fischer den Torschrei schon auf den Lippen hatte. Die starke Direktabnahme des Essener Angreifers wusste der ohnehin starke Jan Terhorst aber per Glanzparade zu entschärfen.

Dann folgte der starke Auftritt von Patrick Drechsler: Freistoß aus über 30 Meter – ab ins Glück, 0:1 (80.). Aytekin, der lediglich einen seiner Vorderleute für ein Mäuerchen eingeteilt hatte, sah beim Einschlag nicht gut aus. Den Arminen war’s schnurz.