Nach desolatem Start wachte 1912 viel zu spät auf

Sebastian Frintrop und Kai Schlowinsky gaben ihr Bestes.
Sebastian Frintrop und Kai Schlowinsky gaben ihr Bestes.
Foto: Fabian Strauch
Regionalligist Buschhausen 1912 kommt nicht in die Spur. Gegen Süchteln hieß es zunächst 0:7, dann 5:8 und nach dem verlorenen Schlussdoppel 7:9.

„Die Mannschaft hat es verpasst, sich zu belohnen“, war Michael Lange nach der 7:9-Heimniederlage gegen den ASV Süchteln schon wieder etwas gemäßigter, als noch während der Partie. Denn so desolat der Auftritt lange Zeit war, so beeindruckend war die Aufholjagd, die die Zwölfer nach einem 0:7-Rückstand hinlegten.

Zu Beginn sah es noch ganz gut aus. Christian Strack und Genia Milchin starteten gut in das Doppel, auch Anton Adler und Jonas Franzel harmonierten zunächst prächtig. Das riss aber zunächst beim Doppel zwei und auch beim Spitzendoppel fehlte die letzte Konsequenz. Als auch Basti Frintrop und Kai Schlowinsky ihr Duell abgaben, mussten die Zuschauer das erste Mal schlucken.

0:3 sieht man in Buschhausen ganz selten

0:3 nach den Doppeln ist in der Sporthalle der Lindnerschule immerhin eine echte Seltenheit. Als sich dann auch noch Christian Strack in ein Privatduell mit dem jungen Luke Savill und den ungeliebten Plastikbällen verzettelte sowie Milchin in umkämpfter Partie gegen Daniel Halcour den Kürzeren zog, wurde die Schwierigkeit der Aufgabe so langsam allen bewusst.

Michael Lange nahm sich seine Schützlinge zur Brust: „Wir dürfen uns hier nicht abschlachten lassen.“ Doch gerade, was Adler und Franzel zunächst auf die Platte brachten, war geprägt von fehlender Körpersprache und mangelnder Überzeugung. 0:7, das Debakel war greifbar.

Frintrop leitete die Aufholjagd ein

Doch während alle immer weiter in sich zusammenfielen, war es Frintrop, der mit seiner Ruhe und Gelassenheit ganz souverän den Ehrenpunkt einfahren konnte. Als Schlowinsky dann auch noch den ehemaligen Zwölfer Andreas Konzer schlagen konnte, hellten sich die Mienen auf. Immerhin geht es dann auch schnell um die Punktedifferenz im Abstiegskampf.

Strack rehabilitierte sich mit einer ungeheuren Energieleistung gegen Halcour und setzte die Aufholjagd fort. Milchin ließ gegen Savill definitiv Punkte liegen, seine Fehlerquote war einfach zu hoch. Doch auch nach dem achten Punkt der Gäste bewies die Mannschaft Moral.

Franzel wie zu besten Zeiten

Adler kämpfte sich durch fünf intensive Sätze und Franzel spielte endlich wieder so, „wie wir ihn aus besten Zeiten kennen.“ Mit 19:17 im vierten Satz tütete er den Sieg ein und bewies damit auch endlich mal wieder Nervenstärke. Beim 5:8 war klar, jetzt muss jedes Spiel gewonnen werden.

Sowohl Frintrop als auch Schlowinsky (je 3:1) erfüllten ihre Pflicht und bescherten damit sogar das Abschlussdoppel. Hier führten Strack und Milchin 2:1 nach Sätzen und gaben auch den vierten erst in der Verlängerung ab. Im Fünften führten die beiden mit 9:5, bis dann plötzlich kein Punkt mehr gelingen sollte. Süchteln siegte 11:9 und damit Spiel, Satz und Match.

 

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