Mit fremdem Schläger geschmückt

Wer Tischtennisspieler kennt, der weiß, dass der eigene Schläger eigentlich fast schon heiligt ist. Für den Postler Markus Poll wird es so langsam aber sicher zu einer Regelmäßigkeit, dass er mit den Schlägern anderer Spieler am Ende sogar noch Erfolge feiert.

Schon bei der Westdeutschen Meisterschaft im Januar vergaß Poll seinen Schläger zuhause. Zunächst spielte er da mit dem Holz von SC 1912 Kapitän Bartosz Surzyn, der nur mitgefahren war, in Hoffnung auf eine Nachnominierung. Die Konkurrenz war zu stark, aber Poll schlug sich beachtlich. Beim Osterturnier musste im Viertelfinale der Herren B wieder improvisiert werden. „Mir ist im ersten Satz des Viertelfinales mein Schläger bei einem Rückhandtopsin am Griff durchgebrochen“, erzählt Poll. Weil der Stand vom Tischtennishändler zu später Stunde schon geschlossen hatte, konnte hier kein Ersatz gekauft werden. Was also tun? – nett fragen! Berit Balschuweit, Teamkameradin vom Post SV half. Selbst Dritte in der Einzelwertung und Zweite im Doppel geworden lieh ihren Schläger, der aber natürlich völlig andere Spieleigenschaften, als der von Poll hat. Umso beeindruckender, dass Poll nach diesem unbeabsichtigten Materialwechsel letztendlich keinen einzigen Satz mehr verlor. Vielleicht muss Markus Poll ja nun über einen Materialwechsel nachdenken, wo es mit fremden Schlägern doch so richtig gut lief.

EURE FAVORITEN