Mit doppelter Verstärkung

Bundesliga-Damen von evo NBO verpflichteten nach „Mo“ Reid auch Alissa Pierce, die drei erfolgreiche Jahre beim ersten Rückrundengegner Rhein-Main Baskets spielte.

Die Pause war nur kurz, dennoch hat sich über Weihnachten und Neujahr bei den evo NBO-Damen einiges getan. Zum Rückrundenstart am Samstag bei den Rhein-Main Baskets hat sich das Bundesliga-Team noch einmal personell verstärkt. Neben Monique Reid, die Ende Dezember ihre amerikanische Landsfrau Kelli Riles ersetzte, wurde kurzfristig mit Alissa Pierce eine weitere Amerikanerin verpflichtet. Außerdem ist auch Sarah Zierhut wieder ins Training eingestiegen, die allerdings zunächst auf Auswärtsfahrten verzichtet.

Da auch derzeit alle anderen Spielerinnen fit sind, ergeben sich für Trainerin Katja Zberch ungeahnte Möglichkeiten. „Endlich können wir mit zwölf Leuten im Training arbeiten, das ist eine tolle Sache“, freut sich die Weißrussin. Vor allem die Verpflichtung von Pierce dürfte die Konkurrenz aufhorchen lassen. Besonders beim ersten Gegner wird es einige überraschte Gesichter geben. Denn dort ist die Amerikanerin noch in bester Erinnerung. 2009 war Pierce maßgeblich am Bundesliga-Aufstieg der Hessinnen beteiligt und in den folgenden beiden Jahren war sie auch in der ersten Liga Top-Scorerin der Baskets.

Ein Großteil ihrer damaligen Mitspielerinnen wird sie Samstag Abend wiedertreffen. „Daher ist sie vor Freude beinahe an die Decke gesprungen, als sie erfuhr, dass es mit der Spielgenehmigung so schnell klappen wird“, so Zberch. Die 1,82 m große Pierce landete eher zufällig in Oberhausen, denn auf ihrer Position – sie kann auf beiden Guard-Positionen als auch als kleiner Flügel eingesetzt werden – bestand für NBO eigentlich kein Handlungsbedarf, zumal auch der Etat keine weiteren Aktionen auf dem Transfermarkt zuließen. Doch Pierce kam auf die NBO-Verantwortlichen zu, da sie aus privaten Gründen im Ruhrgebiet bleiben möchte. So wurde sich schnell geeinigt und auch ihr letzter Klub, Grüner Stern Keltern, spielte mit einer schnellen Freigabe mit.

Test gegen Herne

Zunächst einmal wird sich Pierce das Spiel in ihrer alten Heimat von der Bank aus angucken. Nach nur wenigen Trainingseinheiten ist sie noch längst nicht in alle Spielsysteme integriert. Einen Schritt weiter ist da schon „Mo“ Reid. Bei einem inoffiziellen Test gegen Herne unter der Woche erhielt sie bereits Spielpraxis auf Bundesliga-Niveau und zeigte dort nach Anlaufschwierigkeiten, dass sie das Potenzial für eine echte Verstärkung besitzt.

Sie hat zwar nach ihrer langen Wettkampfpause noch konditionelle Probleme, doch soll sie im Zusammenspiel mit Birte Thimm, Sharon Beld und Marie Gülich für die nötigen Rebounds sorgen. Ihr Hauptaugenmerk legt Zberch wie üblich auf die Verteidigung. Hier gilt es besonders auf Alyssa Karel aufzupassen, die im Hinspiel mit 29 Punkten überragte und fast im Alleingang für den NBO-Fehlstart sorgte. „Da werden wir uns etwas einfallen lassen müssen“, sagt Zberch, die mit ihrem Co-Trainern Stefanie Rabert und Henry Canton sicherlich schon etwas ausgeheckt hat.

Ein Sieg wäre im Hinblick auf den Rest der Saison enorm wichtig, da sich nahezu alle Teams im unteren Tabellendrittel verstärkt haben und zwischen Playoff- und Abstiegsplatz nur Kleinigkeiten entscheiden werden.

 
 

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