Kunkel trickst die Zebras aus

Mit Leidenschaft und Einsatz holten die Kleeblätter drei Punkte gegen den MSV-Nachwuchs.
Mit Leidenschaft und Einsatz holten die Kleeblätter drei Punkte gegen den MSV-Nachwuchs.
Foto: Fabian Strauch
Nach fünf Niederlagen in Folge gelingt der U 23 von RWO gegen die U23 des MSV Duisburg endlich wieder ein Sieg. Philipp Goris traf zum 1:0-Endstand.

„Es geht halt nur so“, wusste U 23 Linienchef Peter Kunkel genau, was der Schlüssel zum 1:0 (0:0)-Sieg im kleinen Derby über die U 23 vom MSV Duisburg war. Es waren Einsatz, Wille und ein taktischer Kniff, der den Kleeblättern zum definitiv nicht unverdienten Erfolg verhalf. Individuelle Fehler wurden minimiert und hier und da hatte Rot-Weiß nach fünf Niederlagen in Folge auch mal wieder das nötige Quäntchen Glück.

So beispielsweise nach einer Viertelstunde: Georgios Efthimiou verschätzte sich bei einem Ball in die Spitze zunächst leicht, dann stimmte die Kommunikation mit Schlussmann Nurullah Can überhaupt nicht. Beide rasselten zusammen, Can verletzte sich, konnte aber bis zum Seitenwechsel spielen.

Ansonsten passierte nicht viel. Weil Kapitän Marcel Landers und Mirac Bayram die Mitte dicht hielten, musste der beste MSV-Knipser und Ex-Kleeblatt, Gökan Lekesiz, oft auf den Flügel ausweichen und konnte so wenig Druck auf die letzte RWO-Reihe ausüben.

Parallel dazu beackerten Michael Smykacz und Manuel Schiebener die Außenbahnen und lenkten das Spiel in die Mitte, wo dann Bayram und Landers in Zusammenarbeit mit dem unermüdlich arbeitenden Joel Zwikirsch und Philipp Goris eine Art Pressingfalle aufbauten. Die Viererkette der Zebras hatte damit große Probleme im Spielaufbau, auch weil entweder Tim Kallenbach oder Tarkan Yerek als Sechser regelmäßig abkippten und den Raum noch mal verengten. RWO gelangen deshalb viele Ballgewinne. Nur mit der Verarbeitung haperte es noch zu häufig.

Wenn es klappte, wurde es gefährlich: Smykacz eroberte den Ball (37.) und stieß vor, doch im Konter stimmte die Absprache mit Goris nicht. Etwas Glück hatte Rot-Weiß kurz vor der Pause. Efthimiou ging forsch in den Zweikampf mit Lekesiz, der seine Chance witterte, letztendlich dem Schiedsrichter aber zu viel Theater aus der Szene machte.

Nach dem Seitenwechsel bekam RWO die Flügel nicht so dicht, wie noch im ersten Spielabschnitt. Das brachte deutlich mehr Druck auf die eigene Viererkette, doch die kompromisslosen Thorben Krol und Kevin Krystofiak droschen das meiste aus der Gefahrenzone. Als das mal nicht klappte, rettete Bayram den gefährlichen Schuss von Ismail Öztürk. Besonders wichtig war diese Rettungstat, weil im direkten Gegenzug der Siegtreffer gelang: Niklas Jahny schickte Landers auf die Reise, der mit seiner Hereingabe den völlig alleingelassenen Goris bediente. Der konnte den Ball noch annehmen und dann trocken im kurzen Eck vollstrecken.

Das spielte RWO in die Karten und machte den MSV noch ratloser. Lekesiz fand keine Bindung zum Spiel und die Mannschaft von Peter Kunkel mobilisierte auch in der Schlussphase noch die nötigen Kräfte, um immer wieder Bälle früh zu gewinnen. Die vorzeitige Entscheidung verpasste die Mannschaft jedoch nach Kontern (62., 65., 82.) und per Freistoß (85.).

Der MSV löste die Viererkette auf und zog Kapitän Maik Goralski nach vorne, hatte jedoch auch in der Folge keine zwingende Möglichkeit mehr. Der Sturmlauf blieb aus und so durften sich die Meidericher am Ende nicht beschweren.

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