Kunkel-Elf einen Kopf zu klein

RWO stand defensiv oft unter Dauerdruck, löste in der ersten Halbzeit viele Hereingaben aber trotz der körperlichen Unterlegenheit gut.
RWO stand defensiv oft unter Dauerdruck, löste in der ersten Halbzeit viele Hereingaben aber trotz der körperlichen Unterlegenheit gut.
Foto: Fabian Strauch
1:4 (0:0)-Niederlage gegen den KFC Uerdingen – Alle Gegentore kassierte die defensiv arg gebeutelte Mannschaft nach Flanken

Warum der KFC Uerdingen vor dem 4:1 (0:0)-Auswärtserfolg bei der U 23 von Rot-Weiß Oberhausen noch ohne Torerfolg stand, konnte sich jeder der rund 400 Zuschauer bestens erklären. Uerdingen vergab, gegen eine personell derart geschwächte RWO-Truppe, so unglaubliche viele „100 Prozentige“, dass es fast verwunderlich war, dass sich das am Ende nicht mehr rächen sollte.

Die ersten 20 Minuten hielten die Kleeblätter von Peter Kunkel gut mit, hatten durch den starken Bernad Gllogjani sogar die erste Möglichkeit der Partie (5.). Uerdingen übernahm zwar schnell die Kontrolle, doch die RWO-Abwehr beförderte jede Hereingabe direkt wieder raus. Weil sich das Offensive KFC-Quartett aber bei der Defensivarbeit ziemlich zurückhielt, gab das immer wieder Raum für Konter. Die spielten die Kleeblätter aber ihrerseits zu unsauber aus, in einer Drei-gegen-Zwei-Situation verpasste Marcel Landers jedoch den richtigen Moment für das Abspiel und die größte Chance verpuffte.

Uerdingen spielte viel über die Flügel oder baute auf Standards. Weil KFC-Coach Michael Boris bei Ecken aber den kompletten Strafraum fluten ließ, war auch bei zweiten Bällen immer ein Bein im Weg. Wie unnötig das war und wie löchrig dadurch die eigene Absicherung wurde, stellte der Linienchef erst in der Pause fest und korrigierte dann.

Nach dem Seitenwechsel wurden die Kleeblätter noch weiter nach hinten gedrängt. Ein Lattenschuss und ein unbedrängter Kopfball von Takehiro Kubo (49./51.), sowie Mohamadou Idrissou (52.) deuteten an, was folgen sollte. Nach einer Flanke auf den zweiten Pfosten war die Hintermannschaft unsortiert und Silvio Pagano erlöste seine Mannschaft mit einem Schuss ins lange Eck. RWO wirkte angeknockt und der KFC legte nach. Ecke – Uerdingen lässt etwas Platz – Idrissou nickt ein. So einfach wäre es gewesen, die körperlichen Vorteile auszuspielen.

Nach dem 0:2 und der eigentlichen Vorentscheidung wurde es aber noch mal kurz spannend: Gllogjani und Mirac Bayram kombinierten sich toll durch das Mittelfeld und der Stürmer schloss trocken zum Anschlusstreffer ab. Mehr war aber nicht bei RWO, stattdessen traf Kubo dann im sechsten und siebten Anlauf zu den Toren zum 1:3 und 1:4. Wirklich gut war das von beiden Seiten nicht, die mitgereisten Gästefans feierten trotzdem.

 
 

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