Hallenbestand soll erhalten bleiben

„Der städtisch-öffentliche Bedarf an Turn- und Sporthallen ist in Oberhausen zu 90 Prozent ausgelastet“, sagt Sportsoziologe Oliver Wulf. „Das ist der Stand mit Zahlen von Juli 2015. Allerdings ist diese Auslastung wegen der aktuellen ‘Freiräumung’ durch die Flüchtlingssituation überschritten.“ Im Sportausschuss präsentierte Wulf gestern Auszüge aus dem abgeschlossenen Bericht der Sporthallenkonzeption, den die Stadt bei der Forschungsstelle Kommunale Sportentwicklungsplanung (FoKoS) der Bergischen Universität Wuppertal in Auftrag gegeben hatte.

Herausgekommen ist bei der Analyse der Situation vor Ort, dass Oberhausen, im Vergleich zu anderen Städten, eine sehr gute Auslastung seiner Hallen durch Schulsport und Vereine hat. „Es gibt einen Puffer nach oben, der im Normalfall nicht zu groß und auch nicht zu klein ist“, so der Sportsoziologe. Mit ihm konnte auch die Schließung von insgesamt fünf Sporthallen, die nun für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden, aufgefangen werden.

„Es ist jetzt klar, dass diese Kapazitäten das Mindestmaß an Hallen sind, das wir brauchen“, sagt Sportdezernent Frank Motschull. „Im Moment ist noch alles im Lot. Aber wenn es zu ein oder zwei weiteren Hallenschließungen kommt, ist das nicht mehr der Fall. Dann wird es starke Einschränkungen geben.“ Die Verwaltung – und so auch spätestens mit Vorstellung des Berichtes der Tenor im Sportausschuss – beabsichtige aber nicht, weitere Hallen für die Unterbringung von Flüchtlingen zu schließen, „sondern bemüht sich um andere Alternativen, so der Stand letzten Dienstag.“

 
 

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