Erfreulche Entwicklung

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Die Stadtmeisterschaften im Tischtennis waren eine runde Sache und zeigten: Die Sportart blüht wieder auf.

Das Gesicht des Tischtennissports in Oberhausen wird immer jünger. Bei den Stadtmeisterschaften, die der PSV Oberhausen jetzt am Förderturm ausrichtete, war klar zu sehen, dass der Sport wieder im Aufwind ist. Vor allem der zahlreiche Nachwuchs lässt hoffen. Überhaupt hatten die Titelkämpfe mit 270 Teilnehmern einen erfreulich großen Zuspruch. Das waren gut 100 mehr als im Vorjahr.

„Damals hat der viele Schnee und der ungünstige Termin in den Weihnachtsferien viele abgehalten“, sagt Olaf Ludwicazk, PSV-Sportwart und jetziger Mitorganisator. Das war nun am Förderturm anders, an beiden Tagen waren die 16 Tische sehr gut ausgelastet, zahlreiche Zuschauer begleiteten die Spiele.

Bei Gastgeber PSV ist dieser positive Trend seit drei Jahren zu erkennen, als Vorsitzender Wilfried Konzer, Stellvertreter Bernd Biegierz und Ludwicazk den Verein übernahmen und wieder mit Leben füllten. Konzer: „Das Heine-Gymnasium hatte uns wegen eines Schulprojektes angeschrieben, das haben wir gerne gemacht.“ Jetzt betreut Konzer bis zu 50 Kinder in der Tischtennis-AG und überlegt sogar schon, eine zweite zu gründen. Die Nachwuchsarbeit wird langfristig auch im Verein Früchte tragen, einige Schüler haben sich den „Polizisten“ bereits angeschlossen.

Kurzfristig sind jedoch bei nahezu allen der acht Mannschaften schon beachtliche Fortschritte und Platzierungen erkennbar. Drei Teams führen ihre Ligen an, drei weitere spielen oben mit. „Mittlerweile ist das ein Selbstläufer, wir leben von Mund-zu-Mund-Propaganda“, sagt Konzer zu der erfreulichen Entwicklung. Die Abteilung ist in den letzten drei Jahren um 35 Mitglieder auf jetzt 125 gewachsen.

Von der positiven Entwicklung im Tischtennis profitieren aber nicht nur die PSVer. Auch Sterkrade-Nord präsentierte sich in der Nachwuchsarbeit bei den Wettkämpfen am Förderturm bärenstark aufgestellt. Nord-Abteilungsleiter Bernd Knaup: „Wir setzen viel auf die Jugend und dort auf nachhaltiges Arbeiten.“ Profitieren würde der Nord-Nachwuchs dabei von der sehr guten Arbeit der Jugendtrainer Frank Grohnert und Jörg Fuhrmann. Letzterer verschaffte mit George Paschenda dem Verein mit der GEWO auch einen starken Trikotsponsor. Auch der PSV erfreut sich gestiegenen Zuspruchs von Sponsoren, was allein an dem dicken und gelungenen Programmheft zu den Stadtmeisterschaften ersichtlich wird.

Sportlich hat sich die gute Nachwuchsarbeit der Schmachtendorfer auch über die Stadtgrenzen hinaus herumgesprochen. Aus Walsum kamen die Talente Ali Oduncu, Serkan Balaban, Maximilian Selic und Antonio Jiminez, aus Dinslaken Paul und Nils Kurth. Justin Scheffler fand den Weg von den Verbandsliga-Jungen von Buschhausen 1912 zu den Nordlern. „In absehbarer Zeit wollen wir bei den Jungen auch in der Verbandsliga spielen und in fünf, sechs Jahren aus eigenen Kräften auch bei den Senioren diese Klasse anstreben“, sagt Knaup. Bis dahin sei der Klassenerhalt in der Landesliga daher Pflicht.

Eine andere Liga

Der wird für TTC Osterfeld-Heide wegen großer personeller Probleme schwer, Buschhausen 1912 hingegen spielt in einer ganz anderen Liga. Zum 100. Geburtstag des Vereins soll auf Biegen und Brechen die Regionalliga erreicht werden. Dass dies drin ist, deuteten die Spitzenspieler mit ihrer Dominanz im Feld der Herren A an. Dafür wird aus finanziellen Gründen die Nachwuchsarbeit vernachlässigt und die Verbandsliga-Jungen wurden daher letztlich zurückgezogen.

Im Damen- und Mädchentischtennis setzt der Post SV auf den Weg, den auch Nord und PSV gehen: Mehr Jugend. Erfreulich und von vielen begrüßt wurden neun C-Schülerinenn der Postler, die diese Altersklasse somit auch wieder mit Leben erfüllten. Die gute Jugend war der rote Faden dieser gelungenen Veranstaltung und der lässt berechtigt hoffen, dass es in einigen Jahren mit dem Tischtennis in Oberhausen noch besser aussieht.

 
 

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