Einziges Ziel ist Klassenerhalt

Für die U 19 von RWO zählt in der Bundesliga nur der Klassenerhalt.

In der abgelaufenen Saison schaffte die U 19 von RW Oberhausen am letzten Spieltag den Klassenerhalt in der Bundesliga. Am Sonntag (11 Uhr, bei Bayer Leverkusen) gehen die Kleeblätter in eine weitere Runde in der höchsten deutschen Spielklasse an den Start – die West-Staffel ist zugleich auch die leistungsstärkste. An den Zielen hat sich bei RWO nichts geändert: „Es geht einzig und allein darum, die Klasse zu halten“, sagt Gerd Gotsche, der Stefan Janßen als Trainer beerbt hat.

Mit Oberhausener Verhältnissen ist Gotsche bestens vertraut. Vor vier Jahren hatte er schon einmal das sportliche Sagen für die A-Junioren und formte diesen Jahrgang so, dass später unter Janßen der Aufstieg gelang. Jetzt hat Gotsche wieder eine Menge zu formen, denn sein Engagement kam recht kurzfristig und viele Talente kehrten RWO den Rücken. Eile war also oberstes Gebot, dennoch hat Gotsche eine ordentliche Truppe zusammenstellen können. „Damit werden wir natürlich auch keine großen Sprünge machen können, zumal wir bis auf ein paar Ausnahmen ausschließlich Jungjahrgänge im Kader haben“, erklärt der Coach. „Die Jungs müssen sich erst einmal daran gewöhnen, dass die Spiele zehn Minuten länger dauern und ihre Gegner älter sind.“

Qualitativ sieht Gerd Gotsche seine Mannschaft jedenfalls nicht chancenlos. „Da sind wir gewiss nicht das schlechteste Team“, findet er. „Aber es wird halt eine Materialschlacht“, ist er sich sicher. Dies weiß er auch aus Oberhausener Erfahrung; dass am Ende vielleicht die Puste fehlen könnte.

Neben dem Kampf um den Klassenerhalt hat für Gotsche natürlich auch die Ausbildung des Nachwuchses oberste Priorität. „Wir wollen die Jungs so gut wie möglich auf den Seniorenbereich vorbereiten und so viele von ihnen natürlich in der ersten und zweiten Mannschaft unterbringen.“ Das war auch eines der ersten Argumente, die Gotsche bei Verhandlungen mit den Spielern auf den Tisch brachte. „Hier kommst du als junger Kerl nun mal eher in den höherklassigen Fußball als in Dortmund oder Schalke, weil der Sprung nach dem Abstieg der ersten Mannschaft nicht mehr ganz so groß ist.“ Immerhin: Neben den sieben verbliebenen Spielern aus der letztjährigen U 19 haben sich auch viele U 17-Spieler für den Verbleib bei RWO entschieden – mit Sergen und Boran Sezen wohl die hoffnungsvollsten Talente, die der Verein in den vergangenen zehn Jahren hatte.

Der RWO-Kader im Überblick: Lars Müting (eigene U 19), Heiko Metz (eigene U 17), Calvin Momoh (U 17 RW Essen), Laurin Steinwartz, Collin Schmidt (beide U 17 MSV Duisburg), Henning Hopff, Pierre Kantzen, Taira Tomita, Hakan Dönmez, Joel Zwikirsch (alle eigene U 19), Robin Riebling, Mats Kaiser, Niklas Jahny, Burak Demirci, Julian Jürgensen, Boran Sezen, Sergen Sezen, Oguzhan Gürbüz (alle eigene U 17), Cedric Kolbe (FC Kray), Beytalluh Bakir, Maurice Adorf (beide U 17 RW Essen), Gideon Jung (SF Baumberg), Flavio Cabras (Spvgg. Erkenschwick), Osman Arbic (U 17 VfL Bochum), Mats-Lukas Schelt (Schalke 04), Oguzhan Kan (U 17 Schalke 04), Kenan Dünnwald (SG Unterrath).

 
 

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