Ein Fest zum Abschluss

Für Christian Strack und Genia Milchin gab es nur ein Prädikat: Überragend!
Für Christian Strack und Genia Milchin gab es nur ein Prädikat: Überragend!
Foto: Funke Foto Services
Zwölfer spielen gegen den TTC Schwalbe Bergneustadt II famos auf – PSV macht in der Verbandsliga den Aufstieg klar und Nord schlägt den Landesliga-Meister

„Wir laden euch gerne noch auf ein Bier ein, ausnahmsweise haben wir noch welches“, Buschhausens Sportchef Michael Lange war gegen 21 Uhr bester Stimmung bei der Verabschiedung der Gäste aus Bergneustadt. Der TTC Schwalbe II verlor klar und deutlich mit 9:2 gegen die Buschhausener die sich damit die Vizemeisterschaft sicherten. Kurios: Bergneustadt, die, je nach Ausgang des Spiels am Sonntag, maximal noch vierter werden können, steigen in die dritte Liga auf, weil sonst keiner will. Durch die schlechten Voraussetzungen und hohen Kosten in der dritten Liga ist das Aufstiegsrennen damit ad absurdum geführt.

Lange, der sich selbst gerne darüber ärgert, wollte sich am Samstagabend aber die Laune nicht verderben lassen. Die Mannschaft – die sich dazu entschließ komplett und in Bestbesetzung anzutreten – lieferte eines ihrer besten Spiele ab, die Auftritte von Christian Strack und Genia Milchin waren eine Augenweide. Besonders im Duell mit Doyub Kim von den Gästen, fiel den reichlich erschienen Zuschauern hier und da mal die Kinnlade herunter. In den Doppeln machten beide dann auch in drei Sätzen kurzen Prozess, Paul Freitag und Jonas Franzel unterlagen deutlich mit 1:3. Kapitän Bartosz Surzyn und Sebastian Frintrop lösten ihre Aufgabe mit 3:1 aber ebenfalls souverän. Es sollte erst einmal der letzte Punkte der Gäste bleiben. Strack fertigte Muhamed Kushov ab, Milchin prügelte den Ball dem versierten Abwehrspieler Kim um die Ohren und setzte sich in fünf Sätzen durch. Weil Franzel eine souveräne Leistung bot und mit 3:1 gewann, stand es da schon 5:1 für die Buschhausener und weil die Gäste nicht den ganz großen Siegeswillen zeigten, kam auch kein richtiges Aufbäumen mehr. Freitag konnte sich nicht mit einem Sieg von den „Ultras“ verabschieden und gab einen Satz zu viel ab. Surzyn und Frintrop spielten ihren Stiefel ganz locker runter und sicherten die Vorentscheidung.

So war es dann an Strack und Milchin, den Deckel auf die Partie zu machen. Strack und Kim spielten toll anzusehendes Tischtennis, mit einigen langen und spannenden Ballwechseln. Milchin und Kushov zeigten ebenfalls ihre Klasse und spielten vor der Ultras-Ecke groß auf. Fast zeitgleich fuhren die beiden dann 3:1-Siege ein und sicherten vor den 134 Zuschauern einen ungefährdeten Sieg. Vielleicht machen nach der Vizemeisterschaft und dem klasse Auftritt der Zwölfer ein paar Sponsoren die Schatulle auf und Lange kann endlich neue Zählgeräte kaufen, die die lange Saison mit den Buschhausenern nicht wirklich schadenfrei überstanden haben. Ansonsten: für den nötigen Umsatz werden die Fans nach Spielschluss mit Sicherheit gesorgt haben und die Cafeteria geplündert. Spätestens nach dem Achim Goldau, der von seinen Vereinskameraden liebevoll „Tischtennis-Entertainer“ genannt wird, für Musik sorgte, wollte sicher keiner so früh gehen.

SCB: Strack/Milchin, Surzyn/Frintrop, Strack (2), Milchin (2), Franzel, Surzyn, Frintrop.

Verbandsliga

WRW Kleve -
PSV Oberhausen 7:9

Wie bestellt! Im alles entscheidenden Schlussdoppel machen die Polizeisportler den Aufstieg perfekt. Keine Relegation, kein Zittern bei der Sonntagspartie sondern alles in trockenen Tüchern. Alexander Michajlov und Dirk Koss holten letztlich mit dem 3:0 den nötigen neunten Punkt, zuvor drehten Gerrit Nolten (3:1) und Erkan Celik (3:0) den 6:7-Rückstand noch zu Gunsten ihrer Mannschaft. Während der Meister entspannt in die Partie gehen konnte, wussten die PSV’ler worum es geht.

PSV: Klein/Janasik, Michajlov/Koss (2), Michajlov, Klein, Celik (2), Janasik, Nolten.

Landesliga, Gruppe 7: TTC MJK Herten – TTC Osterfeld 9:0: Die einen brauchten einen Sieg um den Relegationsplatz zu sichern, die einen sind längst abgestiegen. Dass es dann am Ende aber ein klares 9:0 wurde, wurmt auch die Osterfelder. Es gibt schönere Wege sich als Aufsteiger aus der Liga zu verabschieden.

TTCO: Fehlanzeige.

Gruppe 8: WRW Kleve II – PSV Oberhausen II 9:2: Der Fokus beim PSV lag ganz klar auf der ersten Mannschaft, die zweite konnte nicht in Bestbesetzung antreten und damit auch am Ende nicht wirklich viel entgegensetzen. Für Kleve war der Sieg ungemein wichtig, um den Relegationsplatz zu halten. Mehr als zeitweise Ergebniskosmetik war nicht drin.

PSV: Kempken, Borgstädt.

Sterkrade-Nord – TTV Falken Rheinkamp 9:5: „Das war natürlich ein toller Abschluss für die Saison, auch wenn ich zugeben muss, dass Rheinkamp nicht in Bestbesetzung war“, gibt Abteilungsleiter Bernd Knaup zu. Andre Blies war aber so oder so herausragend und gewann beide Spiele 3:0. Das traditionelle Grillen nach dem Spiel fand deshalb bei bester Stimmung statt.

Nord: Blies/Quibeldey, Breucker/Krutz, Blies (2), Grohnert (2), Krutz (2), Breucker.

SC Buschhausen II – Post Kamp-Lintfort 6:9: Die goldene Ananas geht an Kamp-Lintfort, ansonsten gab die Partie der SCB-Reserve wenig her. Björn Bode spielte seine Einzel nach frühem Rückstand mit 3:2 zu Ende, Waldemar Zick sammelte ebenfalls zwei Punkte. Dazu kam das Bode-Doppel. Björn und Nils Bode gewannen ihren Auftritt und sammelten da den ersten Punkt des Vormittags.

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