Duisburg war Endstation

Marc Guntermann
Stephan Rittmann (weißes Trikot) und RWO setzten sich zwar gegen Schalke durch, schieden aber gegen den MSV Duisburg aus. Foto: Christoph Wojtyczka / WAZ FotoPool
Stephan Rittmann (weißes Trikot) und RWO setzten sich zwar gegen Schalke durch, schieden aber gegen den MSV Duisburg aus. Foto: Christoph Wojtyczka / WAZ FotoPool
Foto: Christoph Wojtyczka / WAZ FotoPo
RWO scheidet gegen den späteren Turniersieger aus Meiderich bereits in der Vorrunde aus

Es hat nicht sollen sein für die Traditionsmannschaft des SC Rot-Weiß Oberhausen um Organisator Volker Schmidthaus beim NRW Masters 2012 in der Mülheimer Rhein-Ruhr Sporthalle. Im letzten und entscheidenden Vorrundenspiel gegen den späteren Turniersieger MSV Duisburg setzte es eine 1:4-Schlappe, die das Aus der „Kleeblätter“ bereits in der Vorrunde zur Folge hatte.

Die Oberhausener traten mit einer „Rumpf-Mannschaft“ an. Denn von den angekündigten Akteuren waren weder Günter und Volker Abel, Fabrizio Hayer, Holger Gaißmayer, Daniel Cartus noch Mario Basler mit dabei. Über einen Auftritt des aktuellen Cheftrainers bei dem Nostalgie-Kick war in den letzten Tagen gemunkelt worden. Während Günter und Volker Abel begründet absagen mussten – sie waren mit ihrem Club VfB Homberg bei der Duisburger Stadtmeisterschaft – so war das fernbleiben anderer ebenso überraschend wie unbegründet.

Toller Fußball

Auch Oliver Adler, der am Vormittag noch zusammen mit Basler das Training leitete, war nur in Zivil vor Ort. Im Tor waren die Rot-Weißen mit Markus auf der Heiden und Frank Paulun aber gut besetzt. Immerhin: Der in Berlin wohnende Dejan Rajkovic war mit von der Partie. So blieben für die acht übrig gebliebenen Feldspieler mehr Einsatzzeiten und das brachte so manchen mächtig ins Schwitzen. „Das haut ganz schön rein, da die Spiele sehr intensiv sind und wir praktisch nur einmal im Block wechseln können“, wischte sich Carsten Kemnitz nach der ersten Partie gegen den VfL Bochum bereits den Schweiß von der Stirn.

Die Auftakt-Begegnung des Turniers entschieden die Westfalen , die ohne ihre „Zaubermaus“ Dariusz Wosz, dafür aber mit Uwe Wegmann antraten, erst Sekunden vor der Schlusssirene mit 2:1 für sich. So standen die „Kleeblätter“ gegen Schalke 04 schon unter Zugzwang. In einer interessanten und abwechslungsreichen Partie wurden die „Knappen“ um Günter Schlipper 4:3 geschlagen. Im letzten Vorrundenspiel hätte den Rot-Weißen ein Punkt zum Weiterkommen gereicht, doch gegen die „Zebras“ war RWO ohne Chance – 1:4. Kemnitz merkte anschließend süffisant an: „Essen ist auch in der Vorrunde ausgeschieden und wir haben Schalke geschlagen. Einen Teil unserer Pflicht haben wir also erfüllt.“

Auch ohne einen Oberhausener Erfolg war das Turnier eine runde Sache. Die 2.300 Zuschauer waren begeistert und fieberten mit ihren früheren Idolen. So wurden Ballkontakte von Schlipper beispielsweise mit „Schlippinho“-Rufen begleitet. Im Mittelpunkt des Mülheimer Publikums stand natürlich Willi Landgraf, der mit ständigen „Willi“-Sprechhören gefeiert wurde. „Ich bin begeistert, welchen Fußball wir hier geboten bekommen“, fand Adler. Vielleicht ja nächstes Jahr auch wieder von Rot-Weiß.