Den letzten „Lauf“ hatte Freiburg

Für Lea Mersch und NBO reichte es in Freiburg nicht ganz.
Für Lea Mersch und NBO reichte es in Freiburg nicht ganz.
Foto: WAZ FotoPool
Damen-Bundesligist NBO verlor nach einer ausgeglichenen und temporeichen Partie in Freiburg 79:83.

Für Gastgeber Freiburg war es der zweithöchste Saisonsieg. Für die Basketballerinnen von evo NBO war die 79:83 (43:39)-Niederlage dagegen höchst ärgerlich. In einem schnellen und insgesamt ausgeglichenen Spiel entschieden letztlich Kleinigkeiten gegen die Oberhausenerinnen, denen nun schwierige Wochen ins Haus stehen.

Für die Zuschauer war es ein unterhaltsames Spiel, für die Trainer eher nicht. Denn beide Mannschaften leisteten sich neben zahlreichen guten Aktionen auch viele Fehler, die die Partie immer wieder hin- und herwogen ließen. Einen eindeutigen Grund für die Niederlage konnte NBO-Trainer Stefan Mienack nach der Partie nicht nennen. „Es gab sicher verschiedene Situationen, die wir aber mit etwas Abstand besser beurteilen können“, war er kurz nach dem Spiel noch ziemlich aufgewühlt. Zumal er gerade bei seinem ersten Spiel an seiner früheren Wirkungsstätte nicht mit leeren Händen wieder nach Hause fahren wollte.

Konzentrierter Beginn

Nach der anstrengenden Anreise in den Schwarzwald startete sein Team konzentriert. Wie erwartet drückten beide Mannschaften aufs Tempo, zunächst mit leichten Vorteilen für NBO. Lea Mersch und Co. zeigten sich vor allem bei der Trefferquote verbessert und durch eine intensive Verteidigung gelang den Eisvögeln erst in der vierten Minute der erste Feldkorb. Allerdings direkt mit einem Dreier durch Soana Lucet zum 4:8. Die Französin war lange Zeit die einzige Gastgeberin, die der Oberhausener Verteidigung ernste Schwierigkeiten bereitete.

NBO konnte zunächst auf verschiedene Spielerinnen bauen. Während Mo Reid nach frühem zweiten Foul auf die Bank musste und im ersten Viertel ohne Zähler blieb, erwischten nicht nur ihre beiden Landsfrauen Mimi Hill und Amber Stokes einen guten Start, auch Jenny Menz zeigte sich stark verbessert. Wie schon gegen Rhein-Main von der Bank kommend war sie diesmal eine wichtige Option im Angriff und maßgeblich an der 23:17-Führung nach zehn Minuten beteiligt.

Ständig hin und her

Im zweiten Viertel begann dann die Berg- und Talfahrt. Etwa zur Mitte des Abschnitts hatten die Eisvögel einen Lauf, nahezu jeder Ball ging irgendwie durch die Reuse, während NBO sich viele unnötige Ballverluste leistete. In der 16. Minute führte Freiburg plötzlich 36:31, dann schlug sich das Pendel wieder auf die andere Seite. Freiburg gelang lediglich noch ein Lucet-Dreier und NBO ging mit einer knappen Führung in die Kabine.

Ein Dreier von Hill eröffnete die zweite Hälfte, ehe wieder einmal Freiburg an der Reihe war. Ballverluste gegen die Ganzfeldverteidigung der Eisvögel und gleich mehrere vergebene Korbleger auf Seiten der New Baskets ließ Freiburg 56:49 (27.) in Führung gehen. NBO kam wieder auf 58:56 (29.) heran, ehe Freiburg erneut sechs Punkte in Reihe markieren durfte. Durch zwei Dreier von Ilka Hoffmann und Juliane Hodapp zogen die Eisvögel gar auf 72:60 (34.) davon. Es roch nach einer Vorentscheidung, zumal Mersch und Stokes mit vier Fouls belastet waren.

„Die Mannschaft zeichnet aus, dass sie zu keinem Zeitpunkt aufgibt“, wusste Mienack jedoch um die gute Einstellung seiner Damen. Ohne lästige Ballverluste kämpfte sich sein Team so erneut heran und Reid gelang in der 38. Minute gar der Ausgleich zum 75:75. Doch zu mehr reichte es nicht. Die Partie drehte sich zum wiederholten Male, diesmal aber aus NBO-Sicht leider endgültig. In einem jetzt hektischen Match unterliefen NBO wieder leichte Fehler, während Freiburg den physisch stärkeren Eindruck machte und mit dem letzten Lauf des Spiels den Platz als Sieger verließ.

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