Boeve im Endspurt vorn

Das Rennen war geprägt von einer starken Ausreißergruppe der B-Fahrer. Foto: Ulla Emig
Das Rennen war geprägt von einer starken Ausreißergruppe der B-Fahrer. Foto: Ulla Emig
Foto: Ulla Emig WAZFOTOPOOL
20 000 Menschen genossen ein spannendes Rennen um den Großen Möbelstadt-Rück-Preis und feierten und fieberten mit.

Das hätte beinahe eine faustdicke Überraschung gegeben.

Eine Gruppe von zehn B-Fahrern trat mehr als ordentlich in die Pedale und fuhr sich eine beeindruckende Führung vor den Elitefahrern heraus. Doch am Ende war es wie immer. Zum Finale machte die Elite Ernst und der Niederländer Mats Boeve (WV de Jange Renner) setzte sich im Sprint gegen seinen Landsmann Benjamin Sydlik (Team Nutrixxion) durch.

Doch so famos hatten sich die B-Fahrer schon lange nicht mehr geschlagen. Henning Tonn, der mit dem Streckenwagen vor den Fahrern über die Straßen preschte, befand, dass es extrem schwierig würde, die gesamte Gruppe zu überholen. Zumal im Anstieg an der Dümptener Straße und an der Baustelle oben auf dem Berg die Strecke sehr eng war.

Doch Streckensprecher und Routinier Udo Bährens wusste, dass die meisten Spitzenfahrer erst in den letzten fünf Runden richtig Gas geben würden. Er behielt Recht. Vor allem der spätere Sieger Boeve griff in den letzten Runden bärenstark an. Der Vorsprung wurde kontinuierlich kleiner . Als Bährens die letzten fünf Runden einläutete, sagte er: „Die holen sich die B Fahrer noch.“ Nach über zweieinhalb Stunden bretterten die Fahrer die Oberhausener Straße immer noch mit 80, 90 km/h herunter und fuhren auf dem restlichen Streckenverlauf immerhin knappe 50 km/h. bemerkenswert, dass in den scharfen Kurven niemand verletzt wurde. Zumal rund um den Parcours laut Polizei 20 000 Zuschauer standen und hier und da doch sehr wagemutig über die Fahrbahn sprangen.

Riesenparty am Rand

Als die B-Fahrer schlussendlich überholt wurden, stand das Duell zwischen Sydlik und Boeve an. Die beiden fuhren einen unangefochtenen Vorsprung zu den anderen Rennfahrern heraus und machten den Sieg unter sich aus. Mit einem starken Sprint auf der Mellinghofer Straße setzte sich Boeve schlussendlich mit einer Radlänge ab.

Der Niederländer, der schon vor zwei Wochen eine Tour durch Süd-Holland gewann, strahlte bei der Siegerehrung mit der Sonne und Werner Perz um die Wette. Der Hauptorganisator war hochzufrieden mit dem Rennen: „Es war wieder richtig Spannung drin. So viele Haushalte, die am Streckenrand mitfeierten und mitfieberten, hatten wir noch nie.“

Außer im U 15-Rennen der Schüler sahen die Zuschauer weitere sehr knappe Ausgänge. Dort gewann Leo Appelt (RC Blau-Gelb Langenhagen) mit beinahe einer Runde Vorsprung vor der Konkurrenz den „Großen Preis der Medi-Max Oberhausen“. Da jeder überrundete Fahrer ausscheiden musste, hätte Appelt bei zwei weiteren Runden wohl allein fahren können.

In der U 17 hatte zuvor Marc Jurczyk aus Böblingen die Nase gegenüber Manuel Hoffmann (RSC Betzdorf) und Jonas Tenbod (RC Bocholt) vorn.

Über 13 Runden fuhren die Junioren. Da die U 19-Fahrer den Auftakt stellen mussten, waren zwar noch nicht so viele Zuschauer am Rundkurs versammelt, dafür aber waren die Temperaturen deutlich freundlicher für die Talente. Benjamin Dietrich vom RSC Turnine Erfurt überquerte nach 1:13,57 Stunden die Ziellinie und sicherte sich den Sieg.

Im ersten Seniorenrennen ab 12.15 Uhr brannte die Sonne auf die über 200 Teilnehmer der C-Klasse. Routinier Rainer Beckers siegte im Schlussspurt gegen den letztlich chancenlosen Bastian Ziemann.

 
 

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