BCO startet in der neuen Heimat

Marc Bijsterbosch zählt weiter zum Kader des BCO.
Marc Bijsterbosch zählt weiter zum Kader des BCO.
Foto: Michael Dahlke
Ein Doppelspieltag zum Auftakt am Samstag und Sonntag im frisch renovierten Vereinsheim an der Marktstraße

Oberhausen..  An manchen Kleinigkeiten wird noch immer gearbeitet. Dennoch freuen sich die Verantwortlichen beim Billard-Club Oberhausen in diesem Jahr ganz besonders auf den Start der Bundesliga-Saison. Denn mit dem Doppel-Heimspieltag am Wochenende kehrt der deutsche Rekordmeister an seine alten Wurzeln zurück. An der unteren Marktstraße hatte der BCO bereits früher einmal seine Heimat und nach diversen Umzügen ist man beim BCO guter Dinge, im neu hergerichteten Spiellokal an der Marktstraße 7 endgültig sesshaft zu werden.

Die neuen Räumlichkeiten sind selbst für einen Erstligisten vorzüglich und bieten beste Voraussetzungen auch für den sportlichen Erfolg. Im Vergleich zum kommerziell betriebenen Billardcafé, das zuvor dort angesiedelt war, haben die BCO-Leute einiges verändert. „Wir haben mehr Platz gelassen, schließlich sind wir ja auch ein Sportverein“, erklärt Andreas Roschkowsky. Dennoch stehen den Vereinsmitgliedern noch acht erstklassige Tische zur Verfügung.

Für die anstehenden Bundesligaspiele werden diese gar nicht alle benötigt. An vier Tischen werden die Oberhausener versuchen, möglichst erfolgreich in die Saison zu starten. Am morgigen Samstag um 14 Uhr geht es gegen den PBC Schwerte los. Ein Gegner, den Roschkowsky schwer einschätzen kann. Der Deutsche Meister von vor zwei Jahren hat zwar noch die beiden ehemaligen BCO-Akteure Ramazan Dincer und Carlo Dalmatin in seinen Reihen, ansonsten aber ist nicht viel bekannt über den Kader. „Da müssen wir uns überraschen lassen“, so Roschkowsky, der dennoch selbstbewusst an die Aufgabe heran geht.

Die Oberhausener haben sich als Ziel gesetzt, unter die ersten Drei der Liga zu kommen. „Das muss schon der Anspruch des BCO sein“, findet Roschkowsky, der nach einjähriger aktiven Pause nun wieder für das Erstliga-Team zum Queue greift. Der frühere „Mister hundert Prozent“, nachdem er in einer Saison ungeschlagen blieb, ersetzt den Belgier Serge Das. Ansonsten ist der Kader im Vergleich zum Vorjahr, als der BCO deutscher Vize-Meister wurde, unverändert.

Absolutes Aushängeschild bleibt der niederländische Weltmeister Niels Feijen. Dazu sein Landsmann Marc Bijsterbosch, Klaudio Kerec, Roschkowsky und Kapitän Lars Kuckherm. Ein starkes Team, das vom Papier her jedoch im Kampf um die deutsche Meisterschaft nur Außenseiter ist. Hier ist Titelverteidiger Dachau weiter das Maß der Dinge. So gehören die ersten vier gemeldeten Spieler allesamt zu den ersten zehn Spielern der Weltrangliste. „Im Normalfall sind die kaum zu knacken“, schätzt Roschkowsky die Situation für den gesamten Saisonverlauf realistisch ein.

Am Wochenende aber geht es für die Oberhausener erst einmal gegen Schwerte und am Sonntag gegen den BC Queue Hamburg. Auch die sind mit dem ehemaligen Oberhausener Oliver Ortmann und einem neu verpflichteten holländischen Nationalspieler ein dickes Brett für den BCO. Zumal die Gastgeber am Wochenende ohne Feijen auskommen müssen, der bei den US Open um Weltranglistenpunkte kämpft. Doch auch ohne den Niederländer dürfen sich die Besucher bei freiem Eintritt auf Pool-Billard auf allerhöchstem Niveau freuen. Und das bei optimalen Bedingungen in neuen Räumlichkeiten.

 
 

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