Baraou und Reuschenbach für Deutschland

Noch einmal Gas geben heißt es für den Herrenvierer mit Martin Schubert, Kostja Stroinski, Lukas Reuschenbach und Kai Spenner.
Noch einmal Gas geben heißt es für den Herrenvierer mit Martin Schubert, Kostja Stroinski, Lukas Reuschenbach und Kai Spenner.
Foto: Ute Freise
Sowohl im Vierer-Kajak auf dem Wasser, als auch im Weltergewicht im Boxring sind Oberhausener in Baku im Rennen um Medaillen.

Die ersten European Games der Geschichte stehen an. Gestern Abend war die Eröffnungsfeier und mit Lukas Reuschenbach und Abass Baraou sind zwei Oberhausener mittendrin. In Aserbaidschan wird in 16 olympischen und vier nichtolympischen Sportarten bei 253 Wettbewerben um Medaillen gekämpft. Während es in drei Sportarten (Tischtennis, Schießen und Triathlon) Startplätze für die Olympischen Spiele in Rio 2016 zu gewinnen gibt, können in sieben Sportarten (Bogen, Boxen, Judo, Radsport, Taekwondo, Ringen und Volleyball) Ranglistenpunkte oder Qualifikationsplätze für Rio erkämpft werden. Das Ganze ist eine europäische Olympiade, ähnlich wie es in Asien die Asienmeisterschaften sind.

Oberhausen repräsentieren wird Reuschenbach vom TC 69 Sterkrade im Viererkajak. Über 1000 m wird er mit seinen DKV-Teamkollegen alles geben, um die Konkurrenz im Vorlauf (Sonntag, 11.35 Uhr), Halbfinale (ebenfalls Sonntag, 17.24 Uhr) und dann hoffentlich auch im Finale (Dienstag, 9.26 Uhr) auf Distanz halten zu können. Nach dem Weltcupsieg Ende Mai im dänischen Kopenhagen ist der Vierer jedenfalls in richtig guter Form. Der direkte Vergleich zum Zweitplatzierten Australien hilft für die European Games natürlich nicht. Der jüngste Erfolg ist dennoch ein kleiner Motivationsschub, denn Reuschenbachs erster Weltcup-Titel war richtig harte Arbeit. Nach schwächerem Start kämpfte sich das Team um Martin Schubert (Friedrichshafen), Kostja Stroinski (Berlin), Reuschenbach und Kai Spenner (Essen) Stück für Stück heran und konnte hauchdünn am Ende Platz eins ergattern.

Ebenfalls richtig gut in Form befindet sich Baraou. Der Boxer vom BC Ringfrei Oberhausen trainiert aktuell im Sportinternat in Berlin. Im Weltergewicht (bis 69 kg) wird er sich der Konkurrenz stellen, um seinem Ziel Rio 2016 wieder ein Stückchen näher zu kommen.

Baku sollte für die Boxer dabei ein gutes Omen sein. Bereits 2011 fanden hier die AIBA World Boxing Championships statt. Außerdem gibt es bei den European Games eben Qualifikationsplätze für Rio zu vergeben. 2016 soll dann auch noch die finale Qualifikation in Baku stattfinden. Ein guter Zeitpunkt also, um sich schon mal an die Hauptstadt Aserbaidschans zu gewöhnen.

In der Runde der besten 32 kämpft er entweder Mittwoch (9.30) oder Donnerstag (10.30). Selbiges gilt dann im Achtelfinale, dem darauffolgenden Samstag (18) oder Sonntag (10.45). Im Viertelfinale ginge es dann am 23. Juni (17.30) weiter. Das Halbfinale (26. Juni, 10.30) und Finale (27. Juni, 15.45) sind natürlich das Ziel.

Übertragen werden die Spiele von Sport1. Über 100 Stunden will der Sender insgesamt zeigen. Die European Games laufen vom 12. bis zum 28. Juni. Dann wollen die Oberhausener mit Medaillen heimkehren.

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