ASK-Gala kam bestens an

Ismael Brown (fightgym Hagen) und Ibrahim Kabbala ( Balansgym Niederlande) lieferten sich einen harten Kampf,
Ismael Brown (fightgym Hagen) und Ibrahim Kabbala ( Balansgym Niederlande) lieferten sich einen harten Kampf,
Foto: WAZ FotoPool
600 Zuschauer sahen abwechslungsreiche und hochklassige Mischung

Um 21.42 Uhr war es soweit, der letzte Gong ertönte. Ein Tag voller Kampfsport im Steffys, mit viel Leidenschaft und Höchstleistungen fand sein Ende. Veteran Alex Vogel besiegte seinen 19-jährigen Gegner Jay da Veiga nach Punkten und konnte sich feiern lassen. Im einzigen Titelkampf des Abends, ausgerichtet von den ASK-Fighters, siegte Youssef al Zein über Ozan Solmaz durch K.o. in der dritten Runde.

Auch zuvor sahen die knapp 600 Zuschauer durch die Bank ausgeglichene Kämpfe. „Die Besetzung war ideal“, freut sich ASK-Chef und Veranstalter Michael Kock über sein Händchen bei der Auswahl der Kämpfe. Nicht ein „Prügelknabe“ war dabei, der seinem Gegenüber chancenlos unterlegen gewesen wäre. Auch seine Kämpfer machten ihn stolz. Viktor Galwas steckte zwar eine Niederlage ein, zeigte aber eine gute Leistung. Besser machten es Carina Cramer und sein Sohn Jerome Kock. „Carina hat super gekämpft und die Halle zum Kochen gebracht“, erzählt Kock. Für eine Wärmestau sorgte das Wetter übrigens nicht. Es war angenehm und die Möglichkeit sich draußen zu einem kleinen Fachgespräch in den Liegestuhl fallen zu lassen, wurde dankend angenommen. „Viele haben sich wohl gedacht, dass es stickig werden würde und den Gang zum Baggersee vorgezogen“, erklärt Kock, der gerne noch ein paar hundert Zuschauer mehr gehabt hätte. Im nächsten Jahr will er wieder im März, April eine Veranstaltung ansetzen, „aber in Deutschland ist ja sowieso kein Verlass auf das Wetter“, scherzt er.

Sofort Vollgas

Eindruck hinterließ aber nicht nur das angenehme Ambiente in der Oberhausener Discothek“, sondern auch Kocks Sohn Jerome. Der wollte sich unbedingt mit einem klaren Sieg und im besten Fall mit einem K.o.-Sieg in die Profiklasse verabschieden. Dazu reichtet es am Ende zwar nicht, am klaren Punktsieg gab es aber keine Zweifel. „Er hat sofort Vollgas gegeben“, ist sein Vater stolz. Mit harten Kombinationen hatte er seinen Gegner zwar am Rande der vorzeitigen Niederlage, doch Kojo Ennin bewies mit seinem guten Durchhaltevermögen, seine Klasse. Das es zum K.o. vor den Augen eines seiner Lieblingsmusiker, Rapper Manuellsen aus seiner Heimatstadt Mülheim, nicht gereicht hat, hielt ihn ebenfalls nicht vom verdienten Jubel über den starken Auftritt ab.

Die sechs Monate Vorbereitungszeit haben sich für Michael Kock derweil gelohnt. „Ich habe nur positives Feedback bekommen und freue mich schon auf das nächste Jahr.“ Dann soll es wie erwähnt schon im Frühjahr zur Sache gehen, um nicht wieder dem guten Wetter konkurrieren zu müssen.

Keine Probleme

Im Gespräch als Veranstaltungsort sind das „Steffys“, das sich mit seiner lockeren Atmosphäre wärmstens empfohlen hat, oder auch das Centreville, das bis dahin umgebaut werden soll. Die Sponsoren waren ebenfalls begeistert, Zuschauer ob jung oder alt, werden wohl auch im nächsten Jahr gerne wieder kommen. „Ich hatte anfangs Bedenken, weil es so wenige Sitzmöglichkeiten gibt“, erzählt Kock. Das war aber im Endeffekt gar kein Problem, denn auf drei Leinwänden und mehreren Fernsehern hatte jeder eine gute Sicht auf das Geschehen im Ring. „So konnte man auch mal an der Theke gemütlich einen Kampf gucken, der einen vielleicht nicht so interessiert hat. Auch hier machte die bunte Mischung den Erfolg. Ob es ein reiner Grabbling-Kampf war – hier sind Tritte und Schläge verboten, der Gegner muss zur Aufgabe gezwungen werden – der die Herzen der Technik-Fans und Experten höher schlagen lässt, oder ein Mixed-Martial-Arts-Spektakel, das auch viele Laien zu begeistern wusste. Sebastian Meister, Hockeyspieler vom OTHC, schaute beispielsweise auch vorbei und war begeistert: „Was die drauf haben, ist schon beeindruckend.“ Aktuell in der Vorbereitung trainiert er neben dem regulären Trainingsbetrieb nämlich auch mit Jerome Kock. „Der macht dich ganz schön lang. Da bekommst du überall Muskelkater.“ Er selbst bleibt natürlich lieber auf dem Hockeyplatz aktiv, doch das Zuschauen ist bei der Kampfsportgala für die meisten Zuschauer ohnehin die bestmögliche Entscheidung.

 
 

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