Zweikampf im Südbad

Noel Gemsjäger wurde am Wochenende im Südbad vierfacher Stadtmeister.
Noel Gemsjäger wurde am Wochenende im Südbad vierfacher Stadtmeister.
Foto: Fabian Strauch Photography / WAZ
Neun der sieben Titel bei den Männern machen Noel Gemsjäger und Meik Hildebrandt unter sich aus. Sieben verschiedene Siegerinnen.

Bei den Stadtmeisterschaften im Schwimmen über die kurzen Strecken herrscht traditionell beste Stimmung im Mülheimer Hallenbad Süd. Bei über 800 Starts war auch an diesem Wochenende jede Menge los. In der offenen Klasse waren Noel Gemsjäger und Meik Hildebrandt die überragenden Athleten. Sie teilten den Großteil der Meistertitel unter sich auf, während sich bei den Frauen gleich sieben Schwimmerinnen in die Siegerliste eintrugen.

Gemsjäger war über 50 Meter Brust, 100 Meter Freistil, 50 Meter Freistil und 100 Meter Lagen nicht zu schlagen. Er erhöht die Anzahl seiner Stadtmeistertitel damit auf 31. Als Siebter der ewigen Bestenliste wird er bei den kommenden Ausgaben die vor ihm liegenden Jörn Richter (32) und Frank Wennmann (35) angreifen.

Meik Hildebrandt ist mit 16 Jahren nun auch schon zwölfmal Stadtmeister geworden. An diesem Wochenende triumphierte er über 50 Meter Rücken sowie 50 und 100 Meter Schmetterling. Nur in zwei Disziplinen war das Duo Gemsjäger/Hildebrandt nicht ganz vorne. Maximilian Helmich schlug nach 100 Metern Brust in 1:05,95 Minuten als Erster an. Über 100 Meter Rücken siegte Simon Meier in 1:06,39 Minuten. Für beide war es eine Premiere, sie feierten ihren ersten Stadtmeistertitel in der offenen Klasse.

Routiniers trumpfen auf

Bei den jungen Damen konnten sich Sophie Kerres und Maike Kels zweimal in die Siegerliste eintragen. Kels hat nun bereits 28-mal gewonnen und liegt in der ewigen Bestenliste auf Platz acht. Sie setzte sich über 50 und 100 Meter Brust durch. Kerres war über 50 Meter Schmetterling und 100 Meter Lagen die Schnellste.

Beide gehören zu den Schwimmerinnen, die wegen Studium oder Beruf das Training hintanstellen müssen. Die Stadtmeisterschaft ist für sie aber weiterhin ein Pflichttermin. „Sie sind eben immer noch richtig gut“, findet Trainer Peter Schorning. Die weiteren Titel der Damen verteilten sich auf Sanya Knebelkamp (100 m Freistil), Jana Augenstein (50 m Rücken), Jana Gobbers (100 m Schmetterling), Lisa Kleischmann (50 m Freistil) und Eva Maria Damberger (100 m Rücken).

Für neue Spannung sorgt seit zwei Jahren der Sprintpokal der Sparkasse. „Im Schwimmen gibt es sonst dauernd Medaillen, da ist ein Pokal schon etwas Außergewöhnliches“, berichtet Birgit Everbeck, Pressesprecherin des ausrichtenden ASC Mülheim. „Die Kinder rechnen immer fleißig, ob sie den Pokal gewinnen können.“

Höhepunkt für den Nachwuchs

Ohnehin ist die Stadtmeisterschaft vor allem für den jüngsten Nachwuchs ein echter Höhepunkt. „Für die Kleinen ist es wichtig, dass sie sich orientieren können. Außerdem sind ja bei keinem anderen Wettkampf so viele Zuschauer aus der Familie dabei wie hier bei der Stadtmeisterschaft“, sagt Peter Schorning.

 

EURE FAVORITEN