Vorprogrammierte Siege

Die Spieltage drei und vier stehen in der Schach-Bundesliga auf dem Programm. Der SV Nord ist am Wochenende in Norderstedt zu Gast. In der Sporthalle des dortigen Copernikus-Gymnasiums messen sich die Mülheimer am Samstag ab 14 Uhr mit Gastgeber SK Norderstedt und am Sonntag ab 10 Uhr mit dem Hamburger SK.

Die Schach-Bundesliga ist derzeit in aller Munde. In den Medien und in den entsprechenden Internetforen hat der „Handy-Betrug“ vom ersten Spieltag im Mülheimer „Haus der Wirtschaft“ für jede Menge Stoff gesorgt. Dem Eppinger Falko Bindrich wird vorgeworfen, sich mittels seines Smartphones in der Partie gegen Nord-Spieler Pavel Tregubov einen entscheidenden Vorfall verschafft zu haben. Bindrich war ungewöhnlich häufig zur Toilette gegangen. Die Mülheimer machten den Schiedsrichter darauf aufmerksam. Der Unparteiische griff aber (noch) nicht ein. Erst am Sonntag, als die Eppinger am selben Ort gegen Katernberg spielten, disqualifizierte der Schiedsrichter den deutschen Bundesligaspieler.

Der SV Nord hatte umgehend Protest gegen die Wertung der knappen 3,5:4,5-Niederlage gegen den SC Eppingen eingelegt. Dieser wurde aber nun abgewiesen. Jürgen Kohlstädt, Turnierleiter der Schach-Bundesliga, meinte: „Der Antrag der Mülheimer während der Partie gegen Eppingen ist von Schiedsrichter von Häfen überprüft worden. Dieser sprach den Spieler Bindrich jedoch nicht an, weil er nicht genügend Indizien für einen begründeten Verdacht gefunden hatte.“ Das letzte Wort scheint in dieser Angelegenheit noch nicht gesprochen. Am Freitag hat Nord-Vorsitzender Heinz Schmitz einen Brief an den Deutschen Schachbund verfasst.

Am Wochenende werden die Mülheimer mit einer etwas schwächeren Mannschaft als gewöhnlich antreten. Dennoch sind die Spieler um Kapitän Daniel Fridman in beiden Begegnungen favorisiert, zwei Siege fest eingeplant.

 
 

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