Unglückliches 3:4 gegen Gastgeber Argentinien

Lukas Windfeder (5.v.l.) und Benedikt Fürk (2.v.r.) im Kreise der Teamkollegen vor dem Spiel.
Lukas Windfeder (5.v.l.) und Benedikt Fürk (2.v.r.) im Kreise der Teamkollegen vor dem Spiel.
Foto: dpa
Nach zwei Siegen im Halbfinalturnier der World League musste sich das deutsche Feldhockey-Nationalteam mit den Uhlenhorstern Fürk und Windfeder zum ersten Mal geschlagen geben.

Im dritten Gruppenspiel im World-League-Halbfinalturnier in Argentinien hat es die deutsche Feldhockey-Nationalmannschaft mit den beiden Uhlenhorstern Benedikt Fürk und Lukas Windfeder erwischt. In der Nacht von Sonntag auf Montag unserer Zeit unterlag sie dem Gastgeber mit 3:4 (2:2). Dennoch hat sie alle Chancen, sich eine gute Ausgangsposition für das so wichtige Viertelfinalspiel im Hinblick auf die Olympiaqualifikation zu verschaffen.

Um den zweiten Gruppenplatz erfolgreich zu verteidigen, benötigen die Deutschen im letzten Vorrundenspiel gegen Kanada (Dienstag, 19 Uhr MESZ) mindestens ein Unentschieden. Gewinnt das Aufgebot von Markus Weise die Partie gegen die Nordamerikaner, die bei diesem Turnier überraschend Spanien bezwingen konnten, könnte es noch zum ersten Rang reichen. Dann müsste allerdings Argentinien gegen Spanien verlieren.

„Wir sind nicht zufrieden mit unserer Leistung, können daraus aber viel lernen für unser letztes Gruppenspiel gegen Kanada“, sagte Moritz Fürste, Kapitän der deutschen Mannschaft. In der achten Minute sorgte Pedro Ibarra per Strafecke für die 1:0-Führung der Gastgeber. Juan Gillardi verwandelte nur fünf Minuten später einen Siebenmeter zum 2:0. Im zweiten Viertel verkürzte der Hamburger Florian Fuchs den Rückstand auf 1:2 (21.). Wenig später verwertete der Kölner Christopher Zeller einen langen Schlenzer von Fürste zum 2:2 (24.).

Die drei Treffer nach der Halbzeitpause fielen jeweils im Anschluss an Strafecken zwischen der 53. und 58. Minute. Gonzalo Peillat war zwei Mal erfolgreich, der Hamburger Tobias Hauke konnte den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 3:3 erzielen. Die Szene, die zum entscheidenden Gegentreffer in der 58. Minute führte, hatten die Deutschen anders als die beiden Schiedsrichter Simon Taylor aus Neuseeland und Hong Lae Kim aus Korea bewertet. Ohnehin hatte die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes mit einigen Entscheidungen der Unparteiischen gehadert.

„Wir haben in einem ausverkauften Stadion bei hitziger Atmosphäre gespielt. Davon haben sich die Schiris auch ein bisschen anstecken lassen“, sagte auch der Uhlenhorster Lukas Windfeder, der fortfuhr: „Das erste Viertel haben wir verschlafen, sind dann aber gut ins Spiel gekommen. Im Endeffekt haben wir uns selbst geschlagen.“

Letztes Gruppenspiel gegen Kanada

Nun also noch Kanada. Die Nordamerikaner sind unglaublich stark ins Turnier eingestiegen – mit einem 3:2-Erfolg über die favorisierten Spanier und einem 3:0 gegen Österreich. Und selbst gegen Argentinien gab es lediglich eine knappe 1:2-Niederlage. Die Deutschen sind also gewarnt. Windfeder: „Über die kanadischen Ergebnisse bin ich auch überrascht.“

EURE FAVORITEN