Tabellenführer zeigt Flagge

Gut aufgelegt: Das Mülheimer Urgestein Alexander Roovers bringt seine Rivalen immer wieder mit unerschütterlichem Kampfgeist in Bedrängnis.
Gut aufgelegt: Das Mülheimer Urgestein Alexander Roovers bringt seine Rivalen immer wieder mit unerschütterlichem Kampfgeist in Bedrängnis.
Foto: Funke Foto Services

1. BVMülheim -
1. BC Bischmisheim 1:5

Herrendoppel: Marcus Ellis/Jorrit de Ruiter - Michael Fuchs/Johannes Schöttler 17:21, 19:21
Damendoppel: Johanna Goliszewski/Judith Meulendijks - Eefje Muskens/Samantha Barning 13:21, 18:21
1. Herreneinzel: Dmytro Zavadsky - Marc Zwiebler 18:21, 19:21
Dameneinzel: Judith Meulendijks - Olga Konon 15:21, 19:21
Gemischtes Doppel: Marcus Ellis/Johanna Goliszewski - Michael Fuchs/Samantha Barning 21:16, 21:19
2. Herreneinzel: Alexander Roovers - Lukas Schmidt 21:17, 16:21, 14:21

Mit Blick auf die Zahlen war es eine Machtdemonstration des Tabellenführers 1. Bischmisheim, der mit dem 5:1-Sieg konsequent seinen Weg zum DM-Finale im eigenen Haus weiterging. Doch Gastgeber 1. BV Mülheim, der als Tabellen-Zweiter das Play-off-Halbfinale vor eigenem Publikum vor Augen hat, warf beim Spitzenspiel im Leistungszentrum an der Südstraße alles in die Waagschale, was ihm an diesem Tag zur Verfügung stand.

BVM-Trainer Boris Reichel konnte sich trotz des klaren Ergebnisse ohne Wenn und Aber mit der Vorstellung seiner Auswahl anfreunden: „Das war von vorne bis hinten hochklassig. Alle haben ihre Leistung gebracht, ohne dabei die absolute Spitze zu erreichen. Uns war doch klar, dass die Bischmisheimer, die in der vergangenen Saison nicht um den Titel gespielt haben, nach der deutlichen Hinspielniederlage bis in die Haarspitzen motiviert aufspielen würden. Zum jetzigen Zeitpunkt war es einen unwichtige Partie. Für uns war es eine Standortbestimmung.“ Der Rekordmeister will dann voll auf der Höhe sein, wenn es im Frühjahr zum Traumfinale kommen sollte.

Der Weg zum guten Ende hätte für die Gastgeber in den Auftaktdoppeln beginnen müssen. Doch da preschten die Gäste aus dem Saarland in eine der großen Mülheimer Stärken und sorgten früh für die Weichenstellung. Während bei Marcus Ellis und Jorrit de Ruiter Nuancen fehlten, mussten Judith Meulendijks und Johanna Goliszewski im 14. Saisonspiel die erste Niederlage einstecken. Die beiden Niederländerinnen Eefje Muskens und Samantha Barning spielten konzentriert und machten einfach weniger Fehler. Beim Stand von 18:19 war im zweiten Satz allerdings noch alles offen.

Die Mülheimer Herren hätten sich gegen vermeintlich übermächtige Rivalen durchaus belohnen können. „Das war ein geiles Spiel“, kommentierte Reichel die Vorstellung von Dmytro Zavadsky gegen den seit Jahren besten deutschen Spieler. Marc Zwiebler applaudierte nach dem finalen Ballwechsel dann auch an die Adresse des Ukrainers, der alles in das mitreißende Match hineingelegt hatte. Dies auch mit der Gewissheit, dass er Marc Zwiebler „kann“. Bei der letztjährigen Team-EM in der Schweiz und im DM-Halbfinale gegen Beuel hatte sich der Osteuropäer jeweils durchgesetzt.

Alexander Roovers ging gegen seinen alten Kumpel Lukas Schmidt gar über drei Sätze. Schließlich fehlten gegen den amtierenden deutschen Meister die entscheidenden Körner. „Wir kennen schon seit der Jugend und haben uns häufig enge Spiele geliefert. Am Ende konnte ich das Tempo leider nicht mehr halten und habe Stück für Stück die Kontrolle verloren.“ Das Mülheimer Urgestein weiter: „Am Donnerstag habe ich mich plötzlich übergeben müssen und war ganz schön wackelig auf den Beine. Am Samstag in Düren habe ich das noch gespürt, heute war ich aber wieder da.“ Natürlich, das Mülheimer Urgestein hat wieder einmal nie aufgegeben.

 
 

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