Speldorfer vergeigen eine 4:1-Führung

Seine beiden Toren reichten am Ende nicht zum Sieg: VfB-Kapitän Philipp Bartmann.
Seine beiden Toren reichten am Ende nicht zum Sieg: VfB-Kapitän Philipp Bartmann.
Foto: WAZ FotoPool
In den letzzten zehn Minuten gibt der VfB den sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand.

Spfr. Königshardt -
VfB Speldorf 4:4 (1:3)

Tore: 0:1 Freyni (2.), 1:1 Carstensen (31.), 1:2 Gürbüz (32.), 1:3 Bartmann (35.), 1:4 Bartmann (77.), 2:4 Carstensen (81.), 3:4 Schmelt (86.), 4:4 Sefi (86.)

VfB: Pleß – Weiß, Fritsch (80. Iyilik), Bartmann, Steinmetz (72. Sahin) – Zorlu, Firtzsche (67. Ademovic) – Gürbüz, Freyni, Bayraktar – Siminenko

Einen bösen Rückfall in längst vergessen geglaubte (Vorrunden-)Zeiten erlebte am Sonntag der Fußball-Landesligist VfB Speldorf. Im Auswärtsspiel bei den Sportfreunden Königshardt gaben die Mülheimer eine 4:1-Führung noch aus der Hand und standen beim 4:4-Endstand als gefühlter Verlierer da.

„Ich habe eigentlich geglaubt, dass uns so etwas nicht mehr passiert. Aber wir haben mit dem Feuer gespielt und haben uns verbrannt“, sagte ein bedienter Trainer Oliver Röder nach dem Schlusspfiff.

Dabei sah es fast 80 Minuten lang nach einem sicheren VfB-Sieg aus. Zwar kassierten die Mülheimer nach der frühen Führung durch Sebastian Freyni (2.) den Ausgleich, nachdem Keeper Alexander Pleß den Ball nicht hatte festhalten können, doch Metehan Gürbüz und Philipp Bartmann sorgten für eine komfortable 3:1-Pausenführung. Mit seinem zweiten Kopfballtor nach einer Standardsituation erzielte Bartmann sogar das 4:1. „Wir haben aber phasenweise zu sehr mit dem Gegner gespielt und der hat nie aufgesteckt“, erklärte Röder.

Seine Warnungen, den Kontrahenten nach dem 8:1 gegen Bottrop in der Vorwoche bloß nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, wurden nicht erhört. „Natürlich ist nur der Trainer Schuld, der dreimal falsch gewechselt hat“, sagte Röder mit einer großen Portion Galgenhumor. Dass er den wichtigsten Abwehrspieler Leon Fritsch schon nach 80 Minuten vom Feld nahm, begründete der Coach damit, dass sich der bereits viermal in dieser Saison verwarnte Fritsch bloß nicht noch die fünfte Gelbe Karte abholen sollte. Er wäre damit im wichtigen Duell gegen den ESC Rellinghausen am Pfingstmontag gesperrt gewesen.

Kapitale Fehler führten in der Schlussphase dazu, dass Königshardt zunächst den Anschluss schaffte und dann mit der neu entfachten Euphorie sogar noch den Ausgleich erzielte. „Für uns ist das natürlich eine gefühlte Niederlage“, meinte Oliver Röder.

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