Speldorfer Konter ins Glück

Jubel beim VfB: Michael Siminenko, Leon Fritsch, Lukas Weiß und Mohammed Mharchi freuen sich mit Metehan Gürbüz (2.v.r.), dem Torschützen zum 1:0.
Jubel beim VfB: Michael Siminenko, Leon Fritsch, Lukas Weiß und Mohammed Mharchi freuen sich mit Metehan Gürbüz (2.v.r.), dem Torschützen zum 1:0.
Foto: WAZ FotoPool
Der VfB schlägt Niederwenigern mit den eigenen Mitteln und macht einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Überragender Michael Siminenko.

VfB Speldorf -
Spfr. Niederwenigern 3:1 (2:1)

Tore: 1:0 Gürbüz (14.), 2:0 Siminenko (21.), 2:1 Moreno Gonzalez (42., Handelfmeter), 3:1 Bayraktar (63.)

VfB: Pleß – Weiß, Fritsch, Bartmann, Zorlu – Fritzsche (46. Steinmetz), Mharchi – Gürbüz, Freyni (73. Abuch), Bayraktar – Siminenko (88. Bongers)

Strahlend klatsche Oliver Röder nach dem Schlusspfiff mit den Einlaufkindern ab. So gelöst hat man den Trainer des VfB Speldorf nach einem Spiel selten gesehen. Doch der Coach hatte auch allen Grund zur Freude, hatte seine Mannschaft doch das Landesligaduell gegen Sportfreunde Niederwenigern in Unterzahl verdient mit 3:1 (2:1) gewonnen und damit einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht.

„Wir wollten heute den Gegner mit seinen eigenen Waffen schlagen“, erklärte Oliver Röder nach dem Schlusspfiff. Der Coach hatte eine ausgewiesene Konterstärke bei den Hattingern ausgemacht. So kam es dem Speldorfer Trainer ganz gelegen, dass die beiden klassischen Mittelstürmer Denis Ibrahimi (schwaches Spiel im Pokal) und Kevin Bongers (angeschlagen) keine echte Option waren und somit der Konterstürmer Michael Siminenko zum Zug kam. Der 22-Jährige war der Mann des Tages.

Rein ins Spiel: Die ersten beiden Chancen gehörten den Gästen (7./13), dann konterte der VfB zum ersten Mal. Ibrahim Bayraktar schlug eine Flanke von rechts in den Strafraum, wo Sebastian Freyni den Ball mit der Brust ablegte, das Spielgerät kam mit etwas Glück genau zu Metehan Gürbüz, der aus halblinker Position zur Speldorfer Führung in der 14. Minute einnetzte.

Nachdem Keeper Alexander Pleß zweimal glänzend Schüsse aus kurzer Distanz pariert hatte, rollte Konter Nummer zwei auf das Tor der Sportfreunde. Diesmal betätigte sich Metehan Gürbüz als Vorbereiter. Der linke Mittelfeldspieler spielte den Ball genau in die Spitze zum an der Abseitsgrenze lauernden Michael Siminenko – zwei Chancen, zwei Tore. „Ich habe der Mannschaft vorher gesagt, dass ich auch einmal eine entspannte Halbzeitpause haben möchte“, freute sich Oliver Röder über diese ungewohnte Effektivität seiner Mannschaft.

Ganz entspannt wurde die Pause dann aber doch nicht, weil Philipp Bartmann der Ball im Strafraum an die Hand sprang. Neben dem fälligen Elfmeter sah der bereits verwarnte Innenverteidiger vier Minuten vor der Pause die Gelb-Rote Karte. David Moreno Gonzalez verwandelte zum Anschlusstreffer.

„Wir haben dann taktisch etwas umgestellt, um hinten die Ordnung zu halten“, erklärte Röder. Er löste einen „Sechser“ (Max Fritzsche) auf, schickte Rechtsverteidiger Semih Zorlu in die Abwehrzentrale und brachte Danny Steinmetz als neuen Rechtsverteidiger.

Niederwenigern blieb zwar stets gefährlich, doch der VfB schien noch einen Pfeil im Köcher zu haben. In Minute 63 war es wieder Michael Siminenko, der den Ball nach einem Konter behauptete, über zwei Stationen kam das Leder schließlich zu Ibrahim Bayraktar, der den Ball zum entscheidenden 3:1 versenkte. Beinahe hätte sich Siminenko noch mit einem weiteren Treffer belohnt, doch sein Freistoß klatschte in der 74. Minute an das Lattenkreuz.

„Wir haben dokumentiert, dass wir zu Hause mittlerweile eine Macht sind“, so Oliver Röder.

EURE FAVORITEN