Spannende Aufgabe für den BVM in Saarbrücken

Gut gelaunt und bis in die Haarspitzen motiviert: Johanna Goliszewski (l.) und Judith Meulendijks.
Gut gelaunt und bis in die Haarspitzen motiviert: Johanna Goliszewski (l.) und Judith Meulendijks.
Foto: FUNKE Foto Services
Am kommenden Samstag ermitteln Gastgeber 1. BC Bischmisheim und der 1. BV Mülheim den deutschen Mannschaftsmeister im Badminton – ab 17.30 Uhr in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle.

Der 1. BV Mülheim und der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim bewerben sich um den Titel des deutschen Mannschaftsmeisters im Badminton. Das Saisonfinale steigt am Samstag um 17.30 Uhr in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle. Die Gastgeber stehen als Tabellenerster der Bundesligarunde schon längst als Endspielteilnehmer fest, die Mülheimer, die im vergangenen Jahr Vizemeister wurden, zogen am Sonntagabend durch einen 4:2-Erfolg über den BC Bonn-Beuel nach.

Die Badminton-Fans sahen ein spannendes Halbfinale, in dem für Mülheim die Engländerin Fontaine Chapman und Alexander Roovers in den Einzeln sowie in den Doppeln Judith Meulendijks/Johanna Goliszewski und Marcus Ellis/Jorrit de Ruiter punkteten. Während das Mixed mit Johanna Goliszewski und Marcus Ellis beim Gesamtstand von 4:1 abgebrochen wurde, war Dmytro Zavadsky der einzige „echte“ Verlierer in der Partie gegen Bonn. Der Ukrainer hatte seine Nerven im Match gegen Erik Meijs in der Schlussphase nicht im Griff, vergab drei Matchbälle und verlor den entscheidenden Durchgang mit 22:24.

Die Zuschauer hatten ihren Spaß an der Begegnung, in der das BVM-Team aufgrund der nicht spielberechtigten Ausländer im Bonner Aufgebot von vielen als klarer Favorit angesehen worden war. Die Mülheimer Mannschaftsführerin Judith Meulendijks sah dies etwas anders: „Bonn hat trotzdem eine hohe Qualität im Kader. Das wussten wir auch vorher und waren daher bereit, den Kampf anzunehmen. Überrascht worden sind wir nicht. Es war ein verdienter Sieg für uns und die Finalteilnahme ist der Lohn für eine bislang großartige Saison.“

Und nun Bischmisheim gegen Mülheim – beide Vereine haben schon nationale Titel abgeräumt. Der BVM feierte die Meisterschaft in den Jahren 1968 bis 1980 gleich 13 Mal in Folge. Ein Seriensieger waren die Saarbrücker auch schon. Fünf Titel gab es im Zeitraum zwischen 2006 und 2010. Titelverteidiger Union Lüdinghausen hat bereits in der Bundesligarunde die Segel streichen müssen.

„Das Finale ist für uns einfach zu spielen. Bischmisheim hat eine tolle Truppe und wir werden versuchen, uns so teuer wie möglich zu verkaufen“, sagt Meulendijks. Auch Alexander Roovers, der am Sonntag den entscheidenden vierten Punkt durch einen Sieg gegen U19-Vize-Europameister Max Weißkirchen einfuhr, sieht den Gegner in der Favoritenrolle: „Um eine Überraschung zu schaffen, müssen wir in Saarbrücken einen guten Start in den Doppeln hinlegen. Dima hat Marc auch schon in einem Bundesligaspiel bezwingen können. Vielleicht gelingt es ihm noch einmal. Das wäre natürlich cool.“ Gemeint sind der für den BVM spielende Ukrainer Dmytro Zavadsky und Deutschlands Nummer eins Marc Zwiebler.

Enormer Teamgeist

Von einer „spannenden Aufgabe“ spricht Boris Reichel. „Vergangenes Jahr standen die Chancen im Finale gegen Lüdinghausen bei 50:50. Jetzt sind wir in der Außenseiterrolle. Ich bin mir aber sicher, dass wir eine berechtigte Chance haben und die Überraschung schaffen können. Saarbrücken muss auch den Ausfall von Johannes Schöttler nach dessen Operation verkraften. Vielleicht schaffen wir es, in den Doppeln in Führung zu gehen“, sagt er. Der Mülheimer Trainer ist schon vor dem Endspiel stolz auf seine Mannschaft und auf das Bundesligaprojekt des 1. BV Mülheim. Er meint: „Wir stehen erneut im Endspiel. Dies beweist unsere Kontinuität.“ Stimmt! Andere Mannschaften haben eine höhere, individuelle Qualität. Doch die Mülheimer machen dies mit ihrem enormen Teamgeist wett.

 
 

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