Silber-Fahrt im Deutschland-Achter

Der BaselHead in der benachbarten Schweiz ist das größte Achter-Rennen im deutschsprachigen Raum und fand am vergangenen Samstag zum siebten Mal statt. Der BaselHead steht für ein 6,4 Kilometer langes Verfolgungsrennen und ein Teilnehmerfeld von 100 Achter-Mannschaften aus zehn Nationen, die Strecke geht auf dem Rhein mitten durch die Innenstadt von Basel.

Dieses Jahr stand erstmals eine zusätzliche Sprintwertung auf dem Programm. Die Rennstrecke verlangt von Ruderinnen und Ruderern wie auch von den Steuerleuten viel Können und Geschick. Die Boote starten in einem engen Zeitabstand und werden mit GPS-Sender versehen. Für die Podestsieger der sechs Kategorien gab es attraktive Preisgelder zu gewinnen.

In diesem Jahr stand mit dem Sprint des Rois erstmals eine zusätzliche Sprintwertung über 600 Meter auf dem Programm. Der BaselHead zieht immer mehr Achter-Rudermannschaften an. 126 waren es dieses Mal, davon 39 aus der Schweiz. Über 10.000 Zuschauer verfolgten das spannende Rennen von den Rheinbrücken und vom Ufer aus.

Wenn der DeutschlandAchter ruft, will sich keiner entziehen. Der Mülheimer Lukas Geller, aktuell im Crefelder Ruder-Club aktiv, war der Nutznießer. Achter-Trainer Ralf Holtmeyer musste gesundheitliche Ausfälle kompensieren. Lukas Geller hatte schon einmal im Training ausgeholfen, so durfte er auch am Wochenende im zweiten Achter des Deutschen Ruderverbandes (DRV) ran. „Das ist schon toll, dass ich mitrudern darf, aber ich weiß auch, dass ich der Ersatzmann bin“, sagte Geller.

Im Sprint des Rois gewann Geller mit dem Deutschlandachter 2 die Silbermedaille. Auf der Langstrecke wurde der Mülheimer Vierter hinter dem Deutschland-Achter 1 sowie den National-Achtern Niederlande 1 und 2. In 18:48,84 Minuten entschied der Debütant, das deutsche Flaggschiff, das Hauptrennen für sich. Die Recken pullten zugleich zu einem neuen Streckenrekord. „Ein rundum gelungenes Wochenende“, strahlte Lukas Geller.