Rot-Weiß Mülheim steht kurz vor dem Abstieg

Rot-Weiß-Angreifer Domenic Lengsfeld prüft in dieser Szene den Buchholzer Keeper Maik Hoppe.
Rot-Weiß-Angreifer Domenic Lengsfeld prüft in dieser Szene den Buchholzer Keeper Maik Hoppe.
Foto: Herbert Höltgen
Nach dem 0:3 zu Hause gegen Viktoria Buchholz hat der Bezirksligist eine unmögliche Mission vor sich. Bär vermisst in der ersten Hälfte die Leidenschaft.

SV Rot-Weiß Mülheim -
Viktoria Buchholz 0:3 (0:1)

Tore: 0:1 Van Berk (35.), 0:2 Ramroth (85.), 0:3 Altomonte (86.)

RWM: D. Hirtz – Spitzer, Günel, Mastrolonardo, Paede – Bartholomäus (85. Nipper), P. Hirtz – Pusch (53. Meyer), Schaus – Klar, Lengsfeld (77. Kathmann)

Das war es dann wohl für den SV Rot-Weiß! Der Mülheimer Fußball-Bezirksligist unterlag am Sonntag auf seiner heimischen Anlage an der Bruchstraße der Viktoria Buchholz mit 0:3 (0:1) und hat drei Runden vor dem Ende einen Rückstand von sechs Zählern auf das rettende Ufer. Rechnerisch ist das gewiss noch aufzuholen, de facto wird es aber eine unmögliche Mission für die Eppinghofer.

„Wir lassen die Köpfe jetzt noch nicht hängen. So lange es rechnerisch noch klappt, glauben wir auch daran“, betonte Trainer Christian Bär nach dem Spiel. Der Coach musste aber auch eingestehen, dass die von ihm im Vorfeld geforderte Leidenschaft insbesondere in der ersten Halbzeit nicht zu erkennen war. Mehrere Spieler – darunter auch ehemalige Leistungträger – wirkten abwesend und scheuten die Zweikämpfe.

RWM gehören die ersten Chancen

Dennoch gehörten die ersten Halbchancen den Rot-Weißen. Pierre Hirtz verfehlte zunächst knapp das Tor (5.) und scheiterte kurz darauf am gegnerischen Keeper (10.). Nach einer Viertelstunde übernahm Buchholz aber das Kommando an der Bruchstraße. RWM-Torwart Dario Hirtz konnte sich in der 15. Minute erstmals auszeichnen, den Nachschuss vom Ex-Rot-Weißen Timo Kemperdiek blockte Marcel Spitzer auf der Linie.

Die beste Rot-Weiß-Chance im ersten Durchgang hatte dann Domenic Lengsfeld, dessen gefährlichen Aufsetzer Viktorias Schlussmann Maik Hoppe aber entschärfen konnte (18.).

Mit zunehmender Spieldauer wurde auch der Druck der Duisburger stärker. Der Führungstreffer war daher keine Überraschung, durchaus aber seine Entstehung. Bei einem Freistoß von der linken Seite nach einem Foul von Dennis Paede fehlte bei den Rot-Weißen jegliche Zuordnung. Zudem kam Keeper Hirtz zu spät raus und sah ebenfalls nicht gut aus. Felix van Berk köpfte relativ unbehindert zum 1:0 ein. „Wir wollten es eigentlich vermeiden, einem Rückstand hinterher zu laufen“, sagte Christian Bär später.

Beinahe wäre die Pausenführung sogar noch höher ausgefallen. In der letzten Minute der ersten Hälfte (die der Schiedsrichter 90 Sekunden zu früh abpfiff) rettete Torwart Dario Hirtz noch stark gegen Maurice Rybacki, gegen den Kopfball von Van Berk nach der folgenden Ecke wäre er machtlos gewesen, aber er klatschte an den Querbalken.

Nach dem Wechsel entdeckten die Rot-Weißen doch noch einmal ihren Kampfgeist und erspielten sich gute Chancen durch Lengsfeld (54./60.) und Maximilian Klar (77.) Allerdings musste Paede auch auf der Linie klären (58.) und in der 59. Minute hätten sich die Hausherren nach einem Foul an Maurice Rybacki nicht über einen Elfmeterpfiff beschweren dürfen.

Nach der besten halben Stunde der Rot-Weißen suchte Buchholz in der Schlussviertelstunde noch einmal die Entscheidung. Die Viktoria fand sie schließlich in Person des auffälligen Tim Ramroth in der 84. Minute. Keine 60 Sekunden später sorgte der eingewechselte Gianluca Altomonte für den Schlusspunkt in der Partie.

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