Rommelmann schürft WM-Silber

Gerd Böttner
Zum Gold hat es nicht ganz gereicht, aber auch die Silbermedaille bedeutet für den Mülheimer Leichtgewichtsruderer Jonathan Rommelmann, der für den Crefelder Ruder-Club startet, reichen und verdienten Lohn.

Zum Gold hat es nicht ganz gereicht, aber auch die Silbermedaille bedeutet für den Mülheimer Leichtgewichtsruderer Jonathan Rommelmann, der für den Crefelder Ruder-Club startet, reichen und verdienten Lohn. Bei der U23-Weltmeisterschaft auf der Prinz-Willem-Alexander-Baan in Rotterdam hat „Mülheims Sportler des Jahres 2015“ am Freitagnachmittag in einem packenden Einer-Finale seine Erfolgsfahrten fortgesetzt und direkten Kurs auf das Siegerpodest genommen.

Am Ende der 2000-Meter-Fahrt war das Ergebnis denkbar knapp. Der Belgier Niels van Zandweghe kam auf eine Zeit von 7:31,96 Minuten, Rommelmann folgte mit 7:32,85 Minuten. Platz drei ging an den Mexikaner Alexis Lopez Garcia (7:37,80 Minuten).

Trainerin Sabine Tschäge war mit Blick auf ihren Schützling voll des Lobes: „Wir sind einfach nur happy. Der Einer ist ein hartes Geschäft, und Jonny hat im Finale große Nervenstärke bewiesen.“

Bis zur 1.000-Meter-Marke lagen Rommelmann, der Belgier und der Mexikaner im steten Wechsel hauchdünn in Führung. Der Italiener Federico Gherzi, den man nach den Eindrücken zuvor auf der Rechnung haben musste, spielte indes keine Rolle. „Der hatte nach dem Halbfinale wohl etwas Schiss, sich zu übernehmen“, hatte Sabine Tschäge genau hingeschaut. Rommelmann und van Zandweghe erhöhten dann das Tempo, nun musste der Mexikaner abreißen lassen. 600 Meter vor dem Ziel setzte sich der Belgier leicht ab und verteidigte den Vorsprung bis ins Ziel. Rommelmann kam noch bis auf eine viertel Länge heran.

Die harte Arbeit hat sich für den 21-jährigen Mülheimer gelohnt. Der Bundesnachwuchsstützpunkt Krefeld ist seit Jahren Schwerpunkt für die leichten Skuller der U23, entsprechend bereitete sich „Jonny“ im Einer auf dem Elfrather See vor. Die U23-Teams blieben bis Ende Juli in der Seidenstadt, bevor es mit Trainerin Sabine Tschäge nach Ratzeburg ins zentrale Trainingslager ging.