Punkten für olympischen Traum

Die leistungsstärksten Asse des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) befinden sich mitten in einem Zeitabschnitt, der für sie physisch wie psychisch extreme Anstrengungen bedeutet: Im Mai startete die zwölfmonatige Qualifikationsphase für die Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro/Brasilien (5. bis 21. August).

Wenige Startplätze am Zuckerhut

In dieser Zeit gilt es, viele Punkte für die Weltrangliste zu sammeln – um sich darin möglichst weit vorne zu platzieren und entsprechend einen der vergleichsweise wenigen Startplätze bei den olympischen Badminton-Wettbewerben zu erhalten. Johanna Goliszewski vom 1. BV Mülheim und Carla Nelte vom TV Refrath haben erst am Wochen wieder gepunktet. Bei den Russian Open 2015 in Wladiwostok waren die aktuellen Weltranglisten-20. erst im Finale gescheitert.

Während im Herreneinzel und im Dameneinzel jeweils 38 Spieler in Rio antreten können, sind es im Herrendoppel, im Damendoppel und im Mixed lediglich 16 Paarungen. Dabei dürfen grundsätzlich nicht mehr als zwei Athleten, Athletinnen oder Duos aus einer Nation in einer Disziplin aufschlagen. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) als Veranstalter der Spiele möchte damit gewährleisten, dass möglichst viele Nationen an denWettbewerben beteiligt sind.

Ausschlaggebend für die Vergabe der Startplätze ist die Weltrangliste vom 5. Mai 2016. Sie basiert auf den Ergebnissen, die im Zeitraum 4. Mai 2015 bis 1. Mai 2016 bei Turnieren verschiedener Kategorien erzielt wurden. Turniere, bei denen die DBV-Asse vor heimischem Publikum Punkte für das Ranking des Badminton-Weltverbandes BWF sammeln können, sind die Bitburger Badminton Open 2015 (27. Oktober bis 1. November in Saarbrücken) und die YONEX German Open 2016 (1. bis 6. März in der Mülheimer RWE-Sporthalle). Beide Veranstaltungen gehören im internationalen Turniersystem der Kategorie Grand Prix Gold an.

Bislang war der DBV bei allen Olympischen Spielen jeweils durch mehrere Aktive repräsentiert. 2012 gelang Aktiven aus Deutschland der Einzug in die Runde der besten Acht – in dem Fall Michael Fuchs/Birgit Michels im Mixed. Insgesamt qualifizierten sich vor drei Jahren sechs Spieler des DBV für das Großereignis, wobei in London sogar vier Disziplinen besetzt waren: Bei den Spielen der XXX. Olympiade war neben dem Mixed Michael Fuchs/Birgit Michels zudem Marc Zwiebler im Herreneinzel dabei, außerdem gingen Juliane Schenk im Dameneinzel und Ingo Kindervater/Johannes Schöttler im Herrendoppel in der Wembley Arena an den Start.

Juliane Schenk und Ingo Kindervater haben inzwischen ihre Karriere als Leistungssportler beendet. Michael Fuchs, Birgit Michels, Johannes Schöttler und Marc Zwiebler hingegen streben eine erneute Olympiateilnahme an. Die Badminton-Wettbewerbe werden in Rio vom 11. bis zum 20. August ausgetragen.

 
 

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