Peter Hein erhält den „Goldenen Tabaluga“

Der Elfjährige Kristijan aus Serbien überreicht Peter Hein den „Goldenen Tabaluga“ für dessen Engagement für die Flüchtlingskinder.
Der Elfjährige Kristijan aus Serbien überreicht Peter Hein den „Goldenen Tabaluga“ für dessen Engagement für die Flüchtlingskinder.
Foto: Funke Foto Services
Preis des Kinderkanals für sein Engagement für die Flüchtlingskinder

Am Anfang sei er auch skeptisch gewesen, gibt Peter Hein offen zu. Flüchtlinge direkt in der Nachbarschaft? Mit Interesse besuchte er im vergangenen Sommer eine Informationsveranstaltung. „Und herausgekommen bin ich mit der Aufgabe, mit den Kindern Sport zu machen“, erzählt er. Für dieses Engagement wurde er nun mit dem „Goldenen Tabaluga“, einem Preis des Kinderkanals für ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet.

Der elfjährige Kristijan ist einer der im Schnitt acht bis zehn Kinder, denen Peter Hein auf sportliche Art und Weise den Start in der neuen Heimat erleichterte. Kristijan stammt aus Serbien. Seit sein Vater vor zehn Monaten in Deutschland behandelt wurde, lebt die Familie in Mülheim. Der Elfjährige besucht das Gymnasium Broich und spricht nach nur zehn Monaten erstaunlich gut Deutsch – auch wenn er sich die Texte für die Fernsehaufzeichnung ganz genau einprägen muss. Kristijan gehört zudem zu der Sorte Jungs, die zum Glücklich-Sein eigentlich nur einen Ball braucht. Selbst während der Drehpause jagt er dem runden Leder hinterher, schießt, dribbelt und macht Fallrückzieher.

Peter Hein beobachtet den Jungen auch mit einem gewissen Stolz. Auch wegen seines Engagements hat sich der kleine Serbe mittlerweile gut in Mülheim eingelebt. Etwa acht bis zehn Kinder holten Hein und einige andere Helfer mehrere Wochen lang vom Übergangswohnheim im Hildegardishaus ab. Von dort aus ging es zum Fußballplatz des MSV 07. „Wir haben immer etwa zwei Stunden lang Fußball gespielt. Für die Pausen habe ich frisches Obst mitgebracht“, erzählt Hein.

Mittlerweile wohnen die Flüchtlinge an der Styrumer Gustavstraße. Dank des Mülheimer Sportbundes sind viele von ihnen bei verschiedenen Vereinen untergekommen. Der kleine Kristijan etwa spielt mittlerweile beim 1. FC Mülheim.

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